In Hamburg sind seit Jahresbeginn 15 Menschen ohne festen Wohnsitz gestorben. Die Staatsanwaltschaft der Hansestadt bestätigte die Zahl, über die zuvor die Tageszeitung "taz" und der NDR berichtet hatten. Die winterlichen Temperaturen hätten aber nur bedingt mit den Todesfällen zu tun. Mitte Januar war ein mutmaßlich obdachloser Mann tot auf der Lombardsbrücke gefunden worden. Andere Menschen seien aber in Unterkünften und auch in Krankenhäusern gestorben.
Nach dem Leichenfund auf der Lombardsbrücke hatte der Hamburger Landesverband des Sozialverbands Deutschland mehr Straßensozialarbeit für die Hansestadt gefordert. Die Sozialbehörde erklärte im NDR, die Stadt habe die Unterbringung obdachloser Menschen deutlich ausgebaut. Das System sei heute vielfältiger, zielgruppensensibler und stärker vernetzt als früher.