Soziales
Linken-Kritik an Rentenentwicklung in Hamburg

Die monatliche Altersrente von langjährig versicherten Frauen ist in Hamburg in vier Jahren im Schnitt um 200 Euro gestiegen. (A
Die monatliche Altersrente von langjährig versicherten Frauen ist in Hamburg in vier Jahren im Schnitt um 200 Euro gestiegen. (Archivbild). Foto
© Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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Eine Zeit lang hinkten Rentenerhöhungen der Teuerung in Hamburg hinterher. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Özdemir kritisiert das - und erhebt Vorwürfe gegen die CDU.

Die Altersrenten von langjährig Versicherten in Hamburg sind eine Zeit lang hinter der Teuerung zurückgeblieben. Von 2020 bis 2024 stieg die durchschnittliche Zahlung an Hamburger Rentnerinnen mit mindestens 45 Versicherungsjahren um 200 Euro auf 1.575 Euro im Monat, wie aus einer Antwort der Bundesregierung an die Hamburger Bundestagsabgeordnete Cansu Özdemir (Linke) hervorgeht. 

Die monatliche Zahlung an die langjährig versicherten Rentner nahm im Schnitt um 217 Euro auf 1.895 Euro im Monat zu. Prozentual stiegen die Beträge in dem Zeitraum damit um 14,6 Prozent (Frauen) und 12,9 Prozent (Männer). Jüngere Zahlen zum sogenannten Rentenbestand lagen laut Bundesregierung nicht vor. 

Die Linken-Politikerin Özdemir sagte: "Die Inflation frisst die hart erarbeiteten Renten unserer Seniorinnen und Senioren auf." Die Verbraucherpreise stiegen in dem Zeitraum nach Zahlen des Statistikamts Nord um 17,2 Prozent. 

Zu beachten ist, dass der Ausbruch des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 zu deutlich gestiegenen Verbraucherpreisen in Deutschland geführt hat. 2024 und 2025 fiel die Rentenerhöhung dann höher als die Teuerung aus. 

Özdemir warf der auf Bundesebene regierenden CDU vor, trotz der Entwicklung einen "Frontalangriff" auf die gesetzliche Rente zu planen. Das sei Hohn gegenüber den Menschen, die jahrelang gearbeitet hätten. 

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angekündigt, dass das Kabinett noch im ersten Halbjahr die Grundzüge einer Rentenreform beschließen werde.

dpa