Wal-Hype
Buckelwal sorgt für steigende Nachfrage nach Wal-Büchern

Der Wal beschäftigt noch immer viele Menschen. Foto: Jens Büttner/dpa
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Der Buckelwal vor der Küste von Wismar sorgt weiterhin für viel Aufsehen, und das nicht nur auf See. Nun rücken auch Bücher rund um das Meerestier in den Fokus. Die Nachfrage hat deutlich angezogen.

Seit dem Auftauchen des Buckelwals Anfang März boomt der Verkauf von Büchern rund um das Thema Wal. So ist die Nachfrage im Zeitraum von der ersten Sichtung Anfang März bis zur Strandung in der Wismarer Bucht am 23. März deutlich gestiegen, wie das Marktforschungsunternehmen Media Control auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte. 

Die Verkaufszahlen erreichten demnach Anfang April ihren Höhepunkt und lagen dabei 95 Prozent höher als vor der ersten Wal-Sichtung am 3. März. Es handelt sich um eine fortlaufende Erhebung. Der dpa liegen Daten bis Ende letzter Woche vor. 

"Die Schnecke und der Buckelwal" an der Spitze

Wie erklärt sich das? "Ich sehe da eine hohe emotionale Identifikation mit der Thematik. Das ist nicht nur ein Thema, das ich medial verfolge (...), sondern eins, das sich auch in andere Lebensbereiche auswirkt", sagte die Neurowissenschaftlerin Maren Urner. Die Menschen hätten so das Gefühl, sich aktiv einbringen zu können, indem sie sich mit dem Thema auseinandersetzten.

Die Top 3 der verkauften Bücher führt laut Media Control "Die Schnecke und der Buckelwal" von Julia Donaldson und Axel Scheffler an. Dahinter kommen "Wieso? Weshalb? Warum? junior - Tiere im Meer" von Anita van Saan und "Wundervolle Welt. Wasser" von Sam Hume. 

Auch Sammelfiguren sind beliebt

Auch in Miniatur-Ausgabe erfreut sich der Wal großer Beliebtheit. Die Verkaufszahlen für Sammelwale der Firma Schleich sind nach Angaben des Unternehmens zwischen Januar und März um 60 Prozent gestiegen. Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Auftauchen des Wals und dem Anstieg gibt, ist jedoch unklar, da im Ostergeschäft üblicherweise ohnehin höhere Verkaufszahlen zu beobachten seien, erklärte das Unternehmen.

dpa