Wohnungsbau
Kampfmittelprüfung von Baugrundstücken dauert in Hamburg

Wer in Hamburg ein Grundstück bebauen will, braucht eine Kampfmittelprüfung. (Archivbild) Foto: Georg Wendt/dpa
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Warten auf grünes Licht: Hamburger Bauherren müssen immer länger auf die Kampfmittelprüfung warten. Das kann Folgen für Kosten, Planung und letztlich auch die Mietpreise haben, mahnt die CDU.

Wer in Hamburg bauen will, muss aus Sicherheitsgründen zunächst klären, ob der Baugrund frei von Kampfmitteln ist - etwa von nicht detonierten Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Dazu kann man online einen Antrag „Gefahrenerkennung/Luftbildauswertung“ stellen. Und laut geltender Kampfmittelverordnung sollten die Antragsteller dann innerhalb von vier Wochen auch Auskunft über die Kampfmittelbelastung erhalten. 

Bearbeitungszeiten haben sich verdoppelt

Dem ist aber nicht so, wie aus der Senatsantwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Julian Herrmann hervorgeht. Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Bearbeitungsdauer demnach zehn Wochen. In diesem Jahr sind es laut Senat bereits elf Wochen. 

Der Trend zeigt nach oben. Zum Vergleich: 2023 lag die mittlere Bearbeitungszeit noch bei vier, 2024 bei fünf Wochen.

„Wer mehr Wohnungen will, muss auch die Verfahren rund um das Bauen in den Griff bekommen“, sagte Herrmann der Deutschen Presse-Agentur. „Die Kampfmittelprüfung zeigt exemplarisch, wo es hakt.“ 

CDU: Senat muss Verfahren rund ums Bauen schneller machen 

In Hamburg-Nord, wo er seinen Wahlkreis hat, seien 2025 nur noch 43 Prozent der Anträge innerhalb der vorgesehenen Vier-Wochen-Frist bearbeitet worden. 2023 seien es noch 96 Prozent gewesen. 

„Bauherren, Eigentümer und Projektentwickler bedeutet das weniger Planungssicherheit, höhere Kosten und längere Projektlaufzeiten“, sagte der CDU-Politiker. „Jede Verzögerung kostet Geld und am Ende spüren das auch die Hamburgerinnen und Hamburger bei den Mieten.“

Herrmann forderte vom Senat, „die Prozesse rund ums Bauen endlich schneller, verlässlicher und besser steuerbar“ zu machen.

dpa