In Bensheim wird die Ostergeschichte in historischen Gewändern nachgespielt. Den Brauch brachten Einwanderer aus Italien mit.
Rund 100 Laiendarsteller haben im südhessischen Bensheim bei einer Karfreitags-Prozession die Ostergeschichte nachgestellt. Der Verein "Bensheimer italienische Familien und deutsche Freunde" zeigte in dem rund eineinhalb Stunden dauernden Umzug mit historischen Gewändern die Geschichte von der Festnahme Jesu bis zur Kreuzigung. Rund 2.500 Schaulustige verfolgten nach Angaben des Vereins den Zug durch die Stadt.
Eingewanderte aus Italien hatten nach Angaben der Stadt ihre Tradition des Passionsspiels in den 1980er-Jahren mit an die Bergstraße gebracht. Inzwischen setzten ihre Kinder sowie Enkelinnen und Enkel diesen Brauch fort. "Ihr Ziel ist es, das Ostergeschehen für die Zuschauerinnen und Zuschauer verständlich und erlebbar zu machen."