Unglücke
Tödlicher Schlittenunfall - Strafbefehl für Fahrer erlassen

An der Unglücksstelle waren Grablichter und Plüschtiere niedergelegt worden. (Archivbild) Foto: Bernd Wüstneck/dpa
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Ein Schlitten aus einer alten Kunststoffwanne, gezogen von einem Auto: Nach dem tragischen Unfall mit einem toten Jungen ist ein Strafbefehl gegen den Fahrer erlassen worden.

Nach dem tödlichen Schlittenunfall Anfang Februar in der Gemeinde Kuchelmiß (Kreis Rostock) ist gegen einen 37 Jahre alten Mann ein Strafbefehl mit einer Freiheitsstrafe auf Bewährung erlassen worden. Der Strafbefehl sei bereits rechtskräftig, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatte der NDR berichtet.

Bei dem Unfall war ein elf Jahre alter Junge gestorben. Nach Polizeiangaben war ein selbstgebastelter Schlitten aus Plastik mit einem Seil hinter ein Auto gespannt und von diesem gezogen worden. Dabei handelte es sich um eine Art Kunststoffwanne aus dem Stück eines alten Wassertanks, in der das Kind zusammen mit einem 13-jährigen Jungen und einem 11-jährigen Mädchen gesessen habe.

Der 37-jährige Autofahrer, der mit keinem der Kinder verwandt war, hatte die Kontrolle verloren, woraufhin der Schlitten gegen einen Stapel Baumstämme geprallt war. Der elfjährige Junge erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Die beiden anderen Kinder wurden leicht verletzt. Der Strafbefehl wurde ohne eine vorherige Gerichtsverhandlung erlassen.

dpa