Erneut ist ein Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern Ziel eines Angriffs von Hackern geworden. Die BDH-Klinik in Greifswald informiert auf ihrer Website über einen Cyberangriff in der Nacht zum Sonntag. Die medizinische Versorgung sei gesichert. Abläufe auf Klinik-Stationen seien auf eine analoge Arbeitsweise umgestellt worden. "Das Landeskriminalamt MV hat die Ermittlungen aufgenommen. Spezialisten für Cybercrime sind vor Ort und sichern digitale Spuren", hieß es in der Mitteilung der Klinik.
Aus dem Büro des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV), Sebastian Schmidt, hieß es, noch sei unklar, ob und in welchem Umfang Daten abgeflossen seien. Cyberangriffe auf das Gesundheitswesen nähmen bundesweit zu.
Kliniken in MV schon 2025 betroffen
Im vergangenen Jahr waren die Krankenhäuser Ludwigslust und Hagenow im Landkreis Ludwigslust-Parchim angegriffen worden. Dabei waren damaligen Angaben zufolge auch Daten abgeflossen und eine Lösegeldforderung in Millionenhöhe gestellt worden.
Ebenso im zurückliegenden Jahr war der Gesundheitskonzern Ameos Ziel eines Cyberangriffs. Das betraf auch Standorte in Vorpommern. Die medizinische Versorgung war dort laut Ameos zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
Schmidt rief zur Besonnenheit nach dem Cyberangriff auf. "Ruhe bewahren, aber wachsam bleiben. Niemand sollte auf unklare Anfragen reagieren, in denen nach persönlichen Gesundheitsinformationen gefragt wird. Im Zweifel lieber einmal direkt über die vom Krankenhaus errichtete Hotline nachfragen."