Die Sparkassen in Niedersachsen ziehen eine positive Bilanz für das vergangene Jahr. Die 37 Institute des Landes weiteten sowohl die Kreditvergabe als auch die Kundeneinlagen aus. 17 Milliarden Euro wurden an neuen Darlehen zugesagt, 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie der Sparkassenverband Niedersachsen mitteilte. Der Kreditbestand erhöhte sich auf 105,6 Milliarden Euro, 2,6 Milliarden Euro mehr als vor einem Jahr. Mehr als die Hälfte der neuen Darlehen ging an Unternehmen und Selbständige, gut ein Drittel an Privatkunden.
Verbandspräsident Cord Bockhop nannte die Sparkassen bei der Jahrespressekonferenz einen "Ort der Stabilität und des Vertrauens". Das zeige sich in der Rolle der Sparkassen "als Finanzierer des Mittelstands und Marktführer bei den privaten Kundinnen und Kunden".
Kunden schichten Ersparnisse zum
Noch stärker als die Kredite wuchsen die Kundeneinlagen, also die bei den Sparkassen angelegten Gelder: Ende 2025 waren es insgesamt 107,4 Milliarden Euro, 3,2 Milliarden mehr als ein Jahr zuvor. Deutliche Zuwächse gab es dabei bei kurzfristig verfügbaren Sichteinlagen wie Girokonten und Tagesgeld, die um 5,2 Milliarden Euro anwuchsen. Im Gegenzug schrumpften die Einlagen auf Sparkonten und an länger gebundenen Termin- und Festgeldern. Zulegen konnte dagegen das Wertpapiergeschäft: Der Nettoumsatz wuchs um 55 Millionen auf 2 Milliarden Euro.
Die Zahl der Mitarbeiter aller Sparkassen Niedersachsens wuchs um 266 auf gut 19.200. Die Zahl der Sparkassen-Filialen schrumpfte dagegen leicht von landesweit 626 auf 619. SVN-Vizepräsident Guido Mönnecke sprach von einer stabilen Ausgangslage für 2026. Die Sparkassen seien alles in allem solide aufgestellt, um 2026 zu einem erfolgreichen Jahr zu machen.