Bund-Länder-Vereinbarung
Land bekommt 377 Millionen Euro für Kitas und Hochschulen

Der Kita-Ausbau ist einer der Bereiche, die mit dem Geld neuen Schub bekommen sollen. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/d
Der Kita-Ausbau ist einer der Bereiche, die mit dem Geld neuen Schub bekommen sollen. (Symbolbild) Foto
© Julian Stratenschulte/dpa
Von dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes sollen auch Bildung und Forschung in den Ländern profitieren. Wie Niedersachsens Wissenschaftsminister den Geldsegen einordnet.

Niedersachsen bekommt bis 2029 knapp 377 Millionen Euro zusätzlich für den Ausbau von Kitas sowie für die Sanierung von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. Wie das Geld aufgeteilt wird, kann das Land selbst entscheiden, ist einer Sprecherin des Wissenschaftsministeriums in Hannover zufolge aber noch offen. Die Entscheidung darüber solle bis Ende März fallen.

Bundesweit bekommen die Länder 4 Milliarden Euro zur Verfügung, und zwar aus dem 500 Milliarden Euro schweren, schuldenfinanzierten Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz. Darauf hat sich die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) verständigt.

Nach der Bund-Länder-Vereinbarung dazu entfallen auf Niedersachsen von 2026 bis 2029 pro Jahr jeweils etwas mehr als 94 Millionen Euro. 

Minister Mohrs: Wichtiger Schritt gegen Sanierungsstau

Die GWK-Vorsitzende und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) nannte als Ziel, "Investitionen zu ermöglichen und zügig spürbare Impulse vor Ort, also in den Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen, zu setzen". 

Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) sagte als GWK-Vize: "Für die Länder ist dieses Investitionssofortprogramm ein wichtiger Schritt, um den Sanierungsstau an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen mit dem nötigen Tempo abzubauen."

Entscheidend sei, dass das Geld schnell und unbürokratisch wirke. "Zugleich ist das Programm eine Investition in die Zukunft: Sanierung und Modernisierung müssen Energieeffizienz, Klimaneutralität, Digitalisierung sowie zeitgemäße Lehr- und Forschungsbedingungen konsequent mitdenken", sagte Mohrs.

dpa