Aus Sicht des Vorstandschefs des Reisekonzerns Tui, Sebastian Ebel, besteht gegenwärtig kein Kerosin-Mangel und damit auch kein Risiko für Flugausfälle in den Sommerferien. Die Situation in Deutschland sei "relativ komfortabel", sagte er im Nachrichtensender Welt TV: "Wir haben sehr hohe Raffinerie-Kapazitäten, die auch im Januar nicht zurückgebaut wurden. Das ist gut und so, dass wir von einer ausreichenden Versorgungssicherheit ausgehen."
Die Tui habe außerdem beim Kerosineinkauf gut vorgesorgt, was auch für Kostensicherheit sorge. Dank vorher festgelegter Ölkontrakte sehe er keine nennenswerten Auswirkungen für das kurzfristige Geschäft. "Was das langfristig bedeutet, das werden wir sehen." Für den Sommerurlaub müsse sich aus seiner Sicht niemand Sorgen machen. Bei Flugtickets sehe er eine hohe Preisstabilität, die nur normalen Nachfrageschwankungen unterliege.
Im unwahrscheinlichen Fall von Flugausfällen wegen Kerosinmangels dürfe man den Veranstaltern nach Ansicht von Ebel aber keine Entschädigungszahlungen zumuten. Für einen Kerosinmangel hätten die Reiseveranstalter keine Verantwortung, sie müssten behandelt werden wie etwa Unwetter, für die es auch keine Entschädigungen gebe, sagte der Manager.