Neue Masche
Betrug mit Sperr-Notruf in Wesermarsch - Polizei gibt Tipps

Der Sperrdienst für EC- oder Kreditkarten ruft für gewöhnlich nicht über die eigene Notrufnummer an. (Symbolbild) Foto: Julian S
Der Sperrdienst für EC- oder Kreditkarten ruft für gewöhnlich nicht über die eigene Notrufnummer an. (Symbolbild) Foto
© Julian Stratenschulte/dpa
Ein Mann in der Wesermarsch ist auf einen vermeintlichen Anruf des Sperrnotrufs für Kredit- oder EC-Karten hereingefallen. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor den Betrügern schützt.

Wer von der Rufnummer 116 116 angerufen wird, der ist aller Wahrscheinlichkeit nach das Ziel von Betrügern geworden. Davor warnt die Polizei, nachdem ein Mann aus der Wesermarsch Opfer dieser Betrüger geworden ist und mehrere tausend Euro verloren hat. Wer nicht auch auf die Betrüger hereinfallen will, sollte folgende Tipps beachten.

Bei der 116 116 handelt es sich um den Sperrnotruf für Kredit- oder Girokarten. Vom Sperrnotruf gingen aber keine Anrufe aus, teilte die Polizei mit. Wer dennoch den Anruf entgegennimmt, sollte Ruhe bewahren und mit seinen persönlichen Daten zurückhaltend umgehen. "Übergeben oder überweisen Sie auf gar keinen Fall Geld oder gewähren fremden Personen Zugang zu Ihren Konten", schreibt die Polizei. Und weiter: "Wird am Telefon, per E-Mail oder Kurznachricht nach PIN oder TAN gefragt, handelt es sich sicher um Betrug."

Die Beamten empfehlen, Vertrauenspersonen über derartige Vorfälle zu informieren. Im Zweifel sollten Konten oder Karten gesperrt, die Bank informiert und Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Auch die Löschung des Telefonbucheintrages könne hilfreich sein.

Nummer im Display ist Täuschung

Die neue Masche werde auch "Call ID Spoofing" genannt. Dabei werde bei Anrufen eine andere Nummer als die des tatsächlichen Anrufers angezeigt. Häufig werde das auch mit der Notrufnummer der Polizei - der 110 - gemacht. Inzwischen gebe es aber auch erste Fälle mit der 116 116. 

Im konkreten Fall hatte der Mann aus der südlichen Wesermarsch einen solchen Anruf entgegengenommen. Die Betrüger ließen den Mann glauben, es gebe auffällige Geldbewegungen auf dessen Konto. Er gewährte den Kriminellen daraufhin einen Fernzugriff auf seinen Laptop und gab ihnen letztlich Zugang zu seinen Konten. Mehrere tausend Euro seien so gestohlen worden.

dpa