Auf tragische Art und Weise ist der frühere Bundesliga-Spieler Reiner Wirsching in Unterfranken ums Leben gekommen. Der Ex-Profi erlag nach einem Fahrradunfall seinen Verletzungen, berichtet das Portal „Mainfranken.news“. Er wurde 63 Jahre alt.
Nach Angaben der Polizei verunglückte ein Radfahrer am späten Donnerstagabend an der Bundesstraße 286, zwischen Poppenroth und dem Stadtgebiet Bad Kissingen. Laut dem lokalen Nachrichtenportal handelte es sich dabei um Wirsching. Er erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen, an denen er am Samstag im Krankenhaus starb.
„Mainfranken.news“ berichtet, dass Wirsching mit einem Reh zusammengestoßen, gestürzt und auf den Kopf gefallen war. Er trug keinen Helm. Laut Polizei entdeckte ein vorbeifahrender Verkehrsteilnehmer wenig später das Unfallopfer neben seinem Rad liegend und setzte umgehend einen Notruf ab. Wirsching habe einen schweren Schädelbasisbruch mit starken Blutungen erlitten, zitiert „Mainfranken.news“ den Bruder des Verstorbenen.
Reiner Wirsching: Vom Bundesliga-Stürmer zum Mediziner
Reiner Wirsching bestritt zwischen 1989 und 1991 72 Bundesliga-Partien für den 1. FC Nürnberg und erzielte dabei 14 Tore. Der Stürmer spielte außerdem für den 1. FC Schweinfurt 05 und den TSV Vestenbergsgreuth. Mit Vestenbergsgreuth gelang ihm 1994 der legendäre Erstrunden-Sieg gegen den FC Bayern im DFB-Pokal.
Schon während seiner aktiven Karriere hatte Wirsching ein Medizinstudium aufgenommen. Auch als Mediziner blieb er dem Sport treu: Wirsching betreute die Fußballer des 1. FC Schweinfurt 05, das Eishockey-Team des ERV Schweinfurt sowie zuletzt den Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad Königshofen als Mannschaftsarzt. In Schweinfurt betrieb er als als Chirurg, Sportmediziner und Orthopäde eine eigene Praxis.