Die Bremer Linken haben einen neuen Vorstand gewählt. Anna Fischer und Max Petermann leiten künftig gemeinsam die Partei in Bremen, so will es das Ergebnis der Wahl beim Parteitag.
Fischer erhielt laut Landesgeschäftsführer Andreas Hein-Foge 78 Prozent der abgegebenen Stimmen, für ihren Amtskollegen stimmten 77 Prozent der Parteimitglieder. Das Duo hatte keine Gegenkandidaten. Hein-Foge sprach von einem "erwartbaren Ergebnis".
Petermann bisher kaum in Bremer Politik in Erscheinung getreten
Anna Fischer ist seit 2022 Landessprecherin der Linken. Die 29-Jährige ist in Bremen geboren und schloss vor Kurzem ihr Studium der Medienwissenschaften ab. Sie leitete die Partei bisher gemeinsam mit Christoph Spehr, der nicht mehr für das Amt kandidierte.
An ihrer Seite steht nun Max Petermann, der als Projektkoordinator in der Landesaufnahmestelle arbeitet und bisher kaum in der Bremer Politik in Erscheinung getreten ist.
Welche Herausforderungen auf den Parteivorstand zukommen
Vor beiden liegen herausfordernde Zeiten: Die Enttarnung eines V-Manns bei der Gruppe "Interventionistische Linke" sorgt in Bremen seit Wochen für Aufruhr - und damit einhergehend auch die Frage: Wie positionieren sich die Bremer Linken im Umgang mit Linksextremisten?
Die Regierungspartner von SPD und Grünen fordern eine klare Abgrenzung. Die Opposition wirft den Linken vor, mit Linksextremen zu kooperieren und hält die Partei nicht mehr für tragbar. Am Mittwoch wird die Bremische Bürgerschaft über Misstrauensanträge gegen die Linken-Senatorinnen Kristina Vogt und Claudia Bernhard entscheiden, die die CDU-Fraktion eingereicht hat.
In all dem Trubel muss die Linke zudem die Weichen für die nächste Bürgerschaftswahl im kommenden Jahr stellen.