Wetter Winterwetter stellt Bauern vor unterschiedliche Aufgaben

Schafe müssen auch bei winterlichem Wetter nicht zwangsläufig in Ställen untergebracht werden. (Symbolbild) Foto: Swen Pförtner/
Schafe müssen auch bei winterlichem Wetter nicht zwangsläufig in Ställen untergebracht werden. (Symbolbild) Foto
© Swen Pförtner/dpa
Für Pflanzenanbauer ist Schnee ein Segen, Tierhalter kämpfen mit steigenden Heizkosten. Wie Bauern in Niedersachsen den Winter unterschiedlich erleben.

Die Landwirte in Niedersachsen nehmen das aktuelle Winterwetter mit gemischten Gefühlen wahr. "Je nach Betriebsschwerpunkt sehen die Landwirte die Herausforderungen des Winters unterschiedlich", sagte eine Sprecherin des Landvolks Niedersachsen auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Während sich die Pflanzenanbauer über die Niederschläge und die geschlossene Schneedecke zum Schutz der Pflanzen in der Winterruhe vor starkem Frost freuen würden, verzeichneten die Tierhalter steigende Kosten bei der Beheizung der Ställe für Schweine und Geflügel.

Generell hätten Bauernhöfe mit Viehhaltung das tägliche Pensum wie immer zu bewältigen. Im Winter müssten zusätzlich auch die Rinder, die im Sommer auf der Weide stehen, im Stall versorgt werden. Das führe nicht nur zu Mehrarbeit, sondern auch zu höheren Kosten durch Futter, Energie und Einstreu.

Nicht alle Tiere müssen zwangsläufig in die Ställe

Frost, der die Leitungen einfrieren lässt, kann den Bauern besonders zu schaffen machen. Es gelte also, diese eisfrei zu halten. Allerdings müssen nicht zwangsläufig alle Tiere in die Ställe: "Mutterkühe, Schafe oder robuste Rassen kommen draußen gut zurecht – wenn Wind- und Wetterschutz vorhanden sowie Futter jederzeit erreichbar ist und das Wasser nicht einfriert", sagte die Sprecherin und ergänzte mit einem Blick auf die nächsten Wochen: "Die Landwirte hoffen auf weitere Niederschläge, wobei Regen grundsätzlich besser zu bewerten ist."

dpa