Ein 39-Jähriger wird verdächtigt, in Bünde im Kreis Herford sexuelle Handlungen an zwei Leichnamen vorgenommen zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Kreispolizeibehörde Herford mitteilten, soll der Beschuldigte bis Ende Juni 2025 Hilfstätigkeiten in einem Krankenhaus in Bünde ausgeübt haben. Darunter fielen den Angaben zufolge auch Reinigungsarbeiten in der Prosektur, dem Krankenhausbereich, in dem verstorbene Patienten vorübergehend aufbewahrt werden.
Es werde wegen des Vorwurfs der Störung der Totenruhe in zwei Fällen Mitte Juni und Ende Dezember vergangenen Jahres ermittelt, so die Polizei. Dabei gehe es um eine weibliche und eine männliche erwachsene Person. Die Auffindesituation der Leichname und das Spurenbild vor Ort hätten Hinweise auf die mögliche Vornahme sexueller Handlungen ergeben.
Am Mittwoch wurde daraufhin die Wohnung des Verdächtigen durchsucht. Ferner sei ihm eine Speichelprobe für einen DNA-Vergleich entnommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die bei der Durchsuchung sichergestellten Datenträger und das erlangte Spurenmaterial würden derzeit ausgewertet.