Rheinland-Pfalz belegt im Bundesvergleich Platz drei bei Hochschulabsolventen ohne Abitur. 2024 lag der Anteil wie schon 2023 bei 3,1 Prozent. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hervor.
Der Anteil der Studienanfänger ohne Abitur lag in Rheinland-Pfalz bei 3,8 Prozent (708 Studienanfänger). Damit belegt das Bundesland im Ländervergleich Platz vier.
In Rheinland-Pfalz gibt es Studienanfänger ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife an 19 der 23 Hochschulen: an sechs der acht Universitäten und an 13 der 15 Fachhochschulen beziehungsweise Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Die Mehrheit der Studienanfänger ohne (Fach-)Abitur in Rheinland-Pfalz ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (680); danach folgen kirchliche Hochschulen (25). Hochschulen in privater Trägerschaft spielen eine untergeordnete Rolle (3). Die Hochschule Koblenz verzeichnet die meisten Studienanfänger ohne Abitur.
Neuer Höchstwert erreicht
Bundesweit ist die Zahl der Hochschulabsolventen ohne (Fach-)Abitur gestiegen. Seit 2017 bewegte sich diese Zahl konstant zwischen 8.000 und 9.500 Personen und ist nun laut den jüngsten CHE-Daten auf 10.270 gewachsen. Ein neuer Höchstwert.
Meisterinnen und Meister sowie Absolventen vergleichbarer Fortbildungen können in Rheinland-Pfalz ohne Einschränkungen jedes Fach an jeder Hochschule studieren. Mit einer qualifizierten Berufsausbildung ist ein Studium an Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie fachgebunden an Universitäten möglich. Das CHE wird von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz der Bundesländer getragen.