Forschung
Uni Magdeburg entwickelt neue Mobilität zusammen mit Bürgern

Forschende der Uni Magdeburg planen einen selbstfahrenden Shuttlebus - und suchen dafür die Mithilfe der Bürger und Bürgerinnen
Forschende der Uni Magdeburg planen einen selbstfahrenden Shuttlebus - und suchen dafür die Mithilfe der Bürger und Bürgerinnen der Stadt. Foto
© Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa
Im Quartier Wissenschaftshafen probiert die Uni Magdeburg neue Verkehrsangebote aus. Bürgerinnen und Bürger sollen etwa Apps testen und Fragen beantworten. Ziel ist ein autonom fahrender Shuttlebus.

Wie bewegen wir uns in Zukunft fort? Forscher der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg binden die Bevölkerung in ein neues Mobilitätsprojekt im Magdeburger Wissenschaftshafen ein. Im Gebiet des ehemaligen Industriehafens, der zum Stadtquartier umgebaut wird, will die Hochschule neue Mobilitätskonzepte erproben. Bürger seien dazu aufgerufen, sich zu beteiligen, teilte die Hochschule mit. 

Hintergrund ist das Forschungsprojekt "Intelligenter Mobilitätsraum im Quartier" (IMIQ) unter Beteiligung von Forschenden aus Psychologie, Kognitionswissenschaft, Informatik, Logistik und Sensorik. Ziel ist unter anderem der Betrieb eines autonom fahrenden Shuttlebusses in der Landeshauptstadt bis 2027. Das Fahrzeug soll den Wissenschaftshafen mit dem Uni-Campus verbinden.

Interessenten sollen sich demnach online registrieren, um künftig an Befragungen, App-Tests oder auch Aktionen vor Ort teilzunehmen. Die Studien fänden von 2025 bis 2028 in mehreren Phasen statt, heißt es weiter. Dafür erhalten die Teilnehmenden bis zu 50 Euro Aufwandsentschädigung. Die Erkenntnisse sollen direkt in die Planung einfließen und später auch anderen Städten und ländlichen Regionen nutzen, heißt es weiter. Das Projekt wird mit insgesamt rund 14,7 Millionen Euro aus EU-Mitteln und Geldern vom Land Sachsen-Anhalt gefördert.

dpa