Freizeit
Europa-Rosarium beginnt Saison mit erstem Blütenzauber

Im Europa Rosarium in Sangerhausen arbeitet Louise Jurk, Zierpflanzengärtnerin, in einem Rosenbeet mit Kletterrosen. Foto: Hendr
Im Europa Rosarium in Sangerhausen arbeitet Louise Jurk, Zierpflanzengärtnerin, in einem Rosenbeet mit Kletterrosen. Foto
© Hendrik Schmidt/dpa

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Die Wildrosen machen den Auftakt, die Hauptblüte folgt im Juni. Zahlreiche Events begleiten die Saison bis Ende Oktober.

Mit der Blüte der ersten Wildrosen beginnt im Europa-Rosarium Sangerhausen am 1. Mai die neue Saison. Auf einer Fläche von rund 13 Hektar beherbergt die Anlage nach eigenen Angaben die weltweit größte Rosensammlung. Insgesamt wachsen dort etwa 90.000 Pflanzen in rund 8.700 Arten und Sorten. 

Zur Saisoneröffnung werden auch die amtierende Rosenkönigin Geraldine I. sowie Rosenprinzessin Meike I. erwartet. "Die Eintrittspreise wurden nicht erhöht", sagte der Geschäftsführer der Rosenstadt Sangerhausen GmbH, Heiko Leßmann.

Bis Ende Oktober sind mehr als 100 Veranstaltungen geplant. Den Auftakt bildet ein Garten- und Pflanzenmarkt mit rund 50 Ausstellern. Ergänzt wird das Programm durch musikalische Darbietungen und Angebote für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen.

Neu: Zwei Höhepunkte an einem Tag

Zu den Höhepunkten der Saison zählen am 13. Juni das "Berg- und Rosenfest" sowie die am Abend stattfindende "Nacht der tausend Lichter", bei der das Rosarium stimmungsvoll illuminiert wird. Ebenso sind monatliche Picknick-Konzerte vorgesehen. Auch die Kunstausstellung "Rose trifft Kunst" mit rund 500 Objekten nationaler und internationaler Künstler ist Teil des Programms.

15.000 Rosen werden veredelt

Die Hochphase der Rosenblüte wird im Juni und Juli erwartet. Nach Angaben des Rosarium-Leiters, Thomas Hawel, haben die teils strengen Frostperioden im Winter keine größeren Schäden verursacht. 

"Das Rosarium ist auch eine Rosen-Genbank. Um die Vielfalt zu erhalten, werden in diesem Jahr etwa 15.000 Rosen veredelt", sagte Havel. Zudem werden 50 neue Rosensorten präsentiert, darunter die rote Beetrose "Gotha 1250", die fliederfarbene "Herzogin Dorothea" sowie die gelbe "Orienta Milya".

Wildrosen existieren bereits seit mehreren Millionen Jahren. Die heutigen Gartenrosen gelangten mit den Kreuzzügen um das Jahr 1250 nach Europa. Im Europa-Rosarium liegt ein Schwerpunkt auf europäischen Sorten.

Moderne Rosenzucht ab dem 19. Jahrhundert

Die eigentliche Rosenzucht entwickelte sich im 19. Jahrhundert, als das Interesse an Rosen stark zunahm. Mit der Vielzahl neuer Züchtungen gerieten ältere Sorten zunehmend in Vergessenheit. Daraus entstand die Idee, diese systematisch zu bewahren. 

Das Rosarium wurde vom Rosenzüchter Peter Lambert (1859–1939) zunächst als Parkanlage auf einer Fläche von 1,5 Hektar konzipiert und am 27. Juni 1903 im Rahmen eines Rosenkongresses eröffnet.

dpa