Mehr Kapazität für Analysen
Neues Laborzentrum in Halle soll Land krisenfester machen

Das neue Zentrum soll voraussichtlich Ende 2029 in Betrieb genommen werden. Foto: Heiko Rebsch/dpa
Das neue Zentrum soll voraussichtlich Ende 2029 in Betrieb genommen werden. Foto
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In der Corona-Pandemie ist klar geworden: Sachsen-Anhalt braucht mehr Laborkapazität für Diagnostik und Analysen. Wie in Halle Abhilfe geschaffen werden soll.

Sachsen-Anhalt will mit einem neuen sogenannten Pandemieresilienz-Zentrum in Halle besser auf Krisen vorbereitet sein. Mit der Investition wappne sich das Land gegen Pandemien und ähnliche Notlagen, sagte Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD). Für das Zentrum wurde nun der Spatenstich gesetzt. Es soll voraussichtlich Ende 2029 in Betrieb genommen werden.

Das Zentrum entsteht am Standort des Universitätsklinikums Halle. Der Bau wird mit 38,7 Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen des Landes finanziert. In den nächsten Jahren sollen damit zusätzliche Laborkapazitäten für Diagnostik und Analysen entstehen, "die im Ernstfall schnell aktiviert werden können", erklärte Willingmann. Während der Corona-Pandemie hatte sich dem Ministerium nach gezeigt, dass Sachsen-Anhalt nur geringe Kapazitäten für Labordiagnostik gibt.

Viele Analysen in kurzer Zeit

Das neue Zentrum soll mehrere unterirdische und oberirdische Geschosse sowie ein Technikgeschoss haben. Genutzt werden können den Angaben nach in Zukunft über 2.255 Quadratmeter. Der Bau sei so geplant worden, dass das Zentrum flexibel genutzt werden kann, erklärte das Universitätsklinikum Halle.

Platz finden sollen in dem Gebäude auch mehrere Bereiche der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, unter anderem Teile der Labormedizin, die Infektiologie und Hygiene sowie das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie. In Zukunft sollen in dem Zentrum dann Analysen in großer Menge und kurzer Zeit bewältigt werden können, hieß es.

dpa