Programm
Theater Magdeburg bereichert "Festival der Moderne"

Das Spielzeitprogramm 2026/27 des Theaters Magdeburg wartet unter anderem mit 24 Premieren und 14 Uraufführungen auf. Foto: Klau
Das Spielzeitprogramm 2026/27 des Theaters Magdeburg wartet unter anderem mit 24 Premieren und 14 Uraufführungen auf. Foto
© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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Eine Mozart-Oper und ein Krimidinner in der Imbissbude: Das Theater Magdeburg will die neue Spielzeit "mit Liebe und Mut" füllen.

Künstlerische Kostproben, Technikshows, Mitsing-Aktionen und Blicke hinter die Kulissen: Das Theater Magdeburg startet Mitte September mit einem Fest und einem offenen Opernhaus in die Spielzeit 2026/27. Spartenübergreifend stehen bis in den Sommer 2027 hinein 24 Premieren und 14 Uraufführungen auf dem Plan, teilte die Theaterleitung mit.

"Das Theater ist ein Fest, das wir dringend brauchen", sagte Generalintendant und Operndirektor Julien Chavaz. Das neue Programm sei voll "mit Liebe und Mut, auch Risiken einzugehen". "Wir wollen erneut ein Theater erschaffen, das lebendig, frei und menschlich ist", so Chavaz.

Los geht es demnach am 12. September im Opernhaus mit der Oper "Così fan tutte" von Wolfgang Amadeus Mozart (Regie: Martina Gredler). Einen Tag zuvor bringe die Bühnenbildnerin Julia Oschatz zum ersten Mal ihr "Kanton Plankton" auf die Bühne. Dafür wolle die Künstlerin eine Spielstätte des Schauspielhauses über den Sommer "tiefgreifend umgestalten", hieß es. 

Theater bereichert "Festival der Moderne"

Einige neue Projekte fließen in das "Festival der Moderne" ein, mit dem die Landeshauptstadt im kommenden Jahr an die Deutsche Theaterausstellung 1927 erinnert, wie es hieß. Beiträge des Theaters seien unter anderem das zweite "eXoplanet"-Festival für neues Musiktheater und Freiluft-Inszenierungen, etwa die Produktion "Pommes Criminale", in dem eine Imbissbude zum mobilen Krimidinner-Freilichttheater werden soll. "Wir gehen so radikal und überfallartig in den Stadtraum, wie noch niemals zuvor", sagte Schauspieldirektorin Clara Weyde. 

Das Theater Magdeburg vereint die Sparten Schauspiel, Konzert, Ballett und Musiktheater. Generalintendant ist seit 2022 der gebürtige Schweizer Julien Chavaz, unter dessen Leitung das Viersparten-Haus im August 2025 in einer Umfrage des Fachmagazins "Theater heute" zum "Theater des Jahres" gekürt wurde. 

Chavaz hat seinen Vertrag bis 2032 verlängert. Für das Schauspiel-Leitungsteam Bastian Lomsché, Clara Weyde und Clemens Leander ist es die letzte gemeinsame Spielzeit. Auf das Trio folgt mit Beginn der Spielzeit 2027/28 die Londonerin Lily Sykes. 

Der dänische Generalmusikdirektor Christian Øland bringt in der ersten selbstgeplanten sinfonischen Saison "skandinavisches Repertoire nach Magdeburg". So rücke Øland Komponistinnen und Komponisten aus Nordeuropa in den Fokus - ein "deutsch-skandinavisches Treffen", wie es hieß.

In der neuen Spielzeit stehen zehn Sinfonie- und sechs Kammerkonzerte an. Ballettdirektor Jörg Mannes will eigenen Angaben zufolge für das interaktive Projekt "Tanzmatrix" mit dem Magdeburger Fraunhofer-Institut kooperieren und mit "Der kleine Prinz" kindliche Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit verbinden.

Dom-Kulisse und neues Musiktheater

Auf dem Magdeburger Domplatz inszeniert Andrea Schwalbach im Sommer 2027 das Musical "Wie im Himmel", das auf dem gleichnamigen schwedischen Film beruht. E geht um einen Dirigenten, der in seine Heimat zurückkehrt, um dort den Dorfchor zu leiten. "Chormusik ist hier keine Kulisse, sondern die Hauptfigur", sagte Chavaz. "Wir feiern damit das gemeinsame Singen." Das Domplatz-Open-Air feiere am 18. Juni 2027 Premiere, hieß es.

dpa

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