Soziales
467 Anträge auf Entschädigung nach Weihnachtsmarkt-Anschlag

Betroffene des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarktes können über das landeseigene Terminportal ein Beratungsgespräch v
Betroffene des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarktes können über das landeseigene Terminportal ein Beratungsgespräch vereinbaren. (Archivbild) Foto
© Heiko Rebsch/dpa
Viele Betroffene des Anschlags brauchen bis heute Hilfe. Ein wichtiger Anlaufpunkt ist das Landesverwaltungsamt. Dort geht es um Krankenbehandlung, Psychotherapie und Entschädigungen.

Nach dem Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt sind beim Landesverwaltungsamt 467 Entschädigungsanträge eingegangen. Die Behörde betreue weiterhin eine große Zahl an Geschädigten sowie deren Angehörige, Hinterbliebene und Nahestehende, teilte eine Sprecherin in Halle mit. "Das Fallmanagement bleibt dabei zentrale Anlaufstelle für alle Fragen des Sozialen Entschädigungsrechts und begleitet Betroffene langfristig bei der Bewältigung gesundheitlicher und wirtschaftlicher Folgen."

In 172 Fällen hätten Menschen Sofort- und Akut-Hilfe in Traumaambulanzen erhalten, 781 Leistungen der Krankenbehandlung von der Diagnostik über die Versorgung bis zur Reha seien erbracht worden sowie besondere Einzelfall-Hilfen, die Übernahme von Bestattungskosten und Leistungen für Hinterbliebene. 

Zudem wurden Entschädigungszahlungen gewährt. In 64 Fällen seien es 434 Euro monatlich, in einem Fall 868 Euro, weitere 62 Anerkennungen auf Entschädigung seien auf dem Weg zu den Betroffenen. 

Unterstützung sei weiterhin möglich, so das Landesverwaltungsamt. Betroffene könnten über das landeseigene Terminportal ein Beratungsgespräch vereinbaren.

dpa