Extremwetter
Unwetter verursachten 2025 niedrigere Versicherungsschäden

Unwetter verursachten im vergangenen Jahr sowohl in Sachsen als und deutschlandweit deutlich niedrigere Schäden als 2024. (Archi
Unwetter verursachten im vergangenen Jahr sowohl in Sachsen als und deutschlandweit deutlich niedrigere Schäden als 2024. (Archivbild) Foto
© Andreas Richter/dpa

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Unwetter haben 2025 in Sachsen weniger Schäden hinterlassen als im Vorjahr. Warum das kein Grund zur Entwarnung ist und was Experten zum langfristigen Trend sagen.

Die Schäden durch Unwetter sind in Sachsen 2025 stark gesunken. Sturm, Hagel und Hochwasser richteten im vergangenen Jahr in Sachsen einen versicherten Schaden von rund 48 Millionen Euro an, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. Das war nur gut ein Drittel der Kosten des Vorjahres (134 Millionen Euro). 

Auch bundesweit fiel die Schadenssumme 2025 mit 1,4 Milliarden Euro deutlich geringer aus als im Vorjahr (4,4 Milliarden). Große Überschwemmungen wie 2024 in Süddeutschland blieben aus, stattdessen prägten vor allem Sturm und Hagel das Schadenbild mit einer Summe von insgesamt rund einer Milliarde Euro, davon 32 Millionen in Sachsen

Langfristig weltweiter Anstieg von Unwetterschäden

Im längerfristigen Trend steigen die weltweit von Naturkatastrophen verursachten Schäden seit mehreren Jahrzehnten, bedingt unter anderem durch steigende Temperaturen. Da wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, wächst auch die Unwetterneigung, es bilden sich häufigere und schwerere Gewitter. Das ist aber keine lineare Entwicklung. "Die Schäden schwanken stark von Jahr zu Jahr, deshalb dürfen ruhigere Jahre nicht als Trend interpretiert werden", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

dpa