Der späte Ausgleich von Borussia Dortmund ist für RB Leipzigs Kapitän David Raum nur schwer zu akzeptieren. "Wir müssen am Ende unser Ego hinten anstellen und schauen, dass wir das gemeinsam über die Zeit bringen. Dafür muss jeder alles investieren", sagte der Fußball-Nationalspieler nach dem 2:2. "Jeder muss persönlich schauen, dass er sich in den Dienst der Mannschaft stellt und hinten raus einfach alles dafür tut, das Ergebnis über die Zeit zu bringen."
Das Ziel ist die Qualifikation für die Champions League. So hatte es Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff Mitte des Monats vorgegeben - seitdem hat RB zwei Spiele nicht gewonnen. Aktuell ist Leipzig Fünfter, der Rückstand zum Königsklassenplatz vier könnte nach dem 23. Bundesliga-Spieltag schon vier Punkte betragen. Christoph Baumgartner (20./39. Minute) hatte Leipzig in Führung gebracht, Romulo (50.) per Eigentor und Fabio Silva (90.+5) trafen für den BVB.
Kein Druck durch Mintzlaff-Ansage
Die Königsklassen-Forderung Mintzlaffs sieht Raum keineswegs als Hemmnis. "Seitdem ich hier bei Leipzig spiele, war das schon immer das Ziel. Oli ist ein sehr ehrgeiziger Mensch, hat immer sehr große Ziele und ich finde, die sollte man sich auch stecken", sagte der 27-Jährige. "Wir haben auf jeden Fall die Qualität und mein Anspruch ist auf jeden Fall auch, Champions League zu spielen."
Doppel-Torschütze Baumgartner meinte zu Raums Kritik, dieser sei "der Kapitän, der darf so Worte äußern". Letztlich habe man "einfach zu viele Spiele gehabt, in denen wir führen und dann das Ergebnis nicht holen. Dann wird es einfach unfassbar schwierig, dass du in der Bundesliga ganz oben dabei bist." Insgesamt sind es bereits 18 Punkte, die die Leipziger nicht geholt haben, weil sie nach einer Führung am Ende nicht als Sieger vom Platz gingen.