Gedenkstätte
Neuanfang im Leipziger Stasi-Museum in der "Runden Ecke"

Das Stasi-Museum steht vor einem Neuanfang. (Archivbild) Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Das Stasi-Museum steht vor einem Neuanfang. (Archivbild) Foto
© Hendrik Schmidt/dpa
Neuer Vorstand, neue Ausrichtung: Die Leipziger Stasi-Museum startet nach Kritik und Fördermittelkürzungen einen Neuanfang.

Nach Kritik und gestrichenen Fördermitteln steht das Leipziger Stasi-Museum in der "Runden Ecke" vor einem Neuanfang. Der Trägerverein Bürgerkomitee Leipzig e.V. hat einen neuen Vorstand gewählt, wie der Verein am Samstag mitteilte. Ihm gehöre der langjährige Geschäftsführer und Gedenkstättenleiter Tobias Hollitzer nicht mehr an. 

An der Person des Museumschefs hatte sich in der Vergangenheit ein Teil der Kritik entzündet. Die Ausstellung im ehemaligen Sitz der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit wurde als veraltet eingestuft und eine modernere Präsentation gefordert. Geldgeber wie die Stadt Leipzig strichen Fördermittel.

Hollitzer werde sich künftig als Leiter der Gedenkstätte "auf die inhaltlich-wissenschaftliche Arbeit" konzentrieren, teilte der Trägerverein mit. Der neue Vorstand werde interimsweise die Geschäfte führen.

Neuer Vorstand will mit Geldgebern reden

"Darüber hinaus wird der neue Vorstand zeitnah Kontakt zu den Fördermittelgebern in Bund, Land und Kommune aufnehmen, um den Betrieb der "Runden Ecke" im laufenden Jahr und darüber hinaus gewährleisten zu können", teilte das Bürgerkomitee mit. 

Das Museum beherbergt seit 1990 die Ausstellung "Stasi - Macht und Banalität". Zur Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" gehört auch ein Stasi-Bunker in Machern bei Leipzig, in den sich die örtliche Stasi-Führung in einem Ernstfall hätte zurückziehen sollen.

dpa