Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC haben in der European League erneut das Final Four erreicht. Das Team von Trainer Herbert Müller verlor zwar das Viertelfinal-Rückspiel gegen den dänischen Erstligisten Nykobing Falster Handbold vor heimischer Kulisse mit 36:37 (18:22), sicherte sich dank des 31:27-Hinspielerfolges aber das Weiterkommen. Der THC, bei dem Johanna Reichert mit 15 Toren überragte, hat nun am 16./17. Mai in Graz die Chance, seinen Titel aus der Vorsaison zu verteidigen.
Angesichts der Vier-Tore-Hypothek aus dem Hinspiel forcierten die Gäste sofort das Tempo und nutzten ihre Wurfchancen mit hoher Effizienz. Bis zum 9:10 (14. Minute) konnte der THC in dem offenen Schlagabtausch mithalten, ehe die Däninnen mit einem 5:0-Lauf auf 15:9 (18.) davonzogen.
Erst nach dem Wechsel packte der THC in der Abwehr deutlich besser zu. Zudem fand Torhüterin Laura Kuske in die Partie. Dadurch kam auch das Tempospiel der Thüringerinnen in Schwung. Mit einem 8:2-Lauf wandelten sie einen 21:25-Rückstand bis zur 44. Minute in eine 29:27-Führung um. Die Gäste konterten mit vier Toren nacheinander, doch in der Schlussphase ließ der THC den Rückstand nicht weiter anwachsen und machte so den Einzug ins Final Four perfekt.