Dänemark EM-Sieger Finale verloren: Deutsche Handballer versilbern Europameisterschaft

Handball EM Finale
An ihm lag die EM-Finalniederlage nicht: Handball-Nationaltorwart Andreas Wolff
© Sina Schuldt / DPA
Die deutschen Handballer können sich nach 2004 und 2016 nicht ein drittes Mal zum Europameister küren. Im Endspiel ist Dänemark wie schon bei Olympia zu stark.

Gekämpft, gehofft und am Ende doch verloren: Deutschlands Handballer haben sich den Gold-Traum bei der Europameisterschaft trotz eines starken Auftritts nicht erfüllen können. In der "Hölle von Herning" verlor das Team von Bundestrainer Alfred Gislason das Finale gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark mit 27:34 (16:18). 

Somit konnte sich die DHB-Auswahl nicht zum dritten Mal nach 2004 und 2016 zum EM-Champion küren und muss sich mit Silber zufriedengeben.

Vor 15.000 Zuschauern, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), waren Johannes Golla, Juri Knorr und Marko Grgic mit jeweils fünf Toren bester Werfer für die deutsche Mannschaft, die eine erfolgreiche Revanche für die deutliche 26:39-Niederlage im Olympia-Finale 2024 verpasste. 

Vorfreude auf Handball-Heim-WM

Das EM-Silber ist dennoch Beleg für den Aufschwung des deutschen Handballs und dürfte die Vorfreude auf die Heim-WM im Januar 2027 noch mehr anheizen. Auf einen Weltmeistertitel wartet die DHB-Auswahl dann genau 20 Jahre. 

Von Beginn an entwickelte sich eine hitzige und umkämpfte Partie, in der die deutsche Mannschaft nach einer Viertelstunde beim 7:10 mit drei Toren hinten lag. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel für Tom Kiesler bereits beendet. Der Abwehrspezialist, der sich nach einer Magen-Darm-Erkrankung rechtzeitig zum Finale fit gemeldet hatte, sah nach einem Foul an Gidsel schon früh die Rote Karte.

Nach dem Wechsel ging die wilde Hatz weiter. Die DHB-Auswahl kam schnell zum Ausgleich, der ihr aber sofort wieder aus den Händen glitt, weil sie rund sechs Minuten ohne Tor blieb. Zum Glück wurde Wolff nun immer stärker und verhinderte mit einigen Glanzparaden zunächst einen höheren Rückstand. 

Weil seinen Teamkollegen in dieser Phase im Angriff kaum noch etwas gelingen wollte, war Dänemark Mitte der zweiten Halbzeit beim 26:22 dennoch erstmals auf vier Tore enteilt. Die Vorentscheidung, zumal auch Kreisläufer Jannik Kohlbacher in der Schlussphase die Rote Karte sah. Das deutsche Team steckte bis zum Ende zwar nie auf, die Wende gelang aber nicht mehr.

DPA
nik

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