Umwelt
Ehemaliger Grenzstreifen wird Naturmonument

Der sächsische Abschnitt des Grünen Bandes liegt an der Grenze zu Bayern und ist 42 Kilometer lang. (Symbolbild) Foto: Martin Sc
Der sächsische Abschnitt des Grünen Bandes liegt an der Grenze zu Bayern und ist 42 Kilometer lang. (Symbolbild) Foto
© Martin Schutt/dpa

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Der ehemalige "Todesstreifen" ist zu einem fast 1.400 Kilometer langen Lebensraum für seltene Tieren und Pflanzen geworden. Der sächsische Abschnitt erhält nun einen besonderen Schutzstatus.

Der sächsische Abschnitt des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens wird zum Nationalen Naturmonument. Der Teil des sogenannten Grünen Bandes mit einer Länge von 42 Kilometern entlang der Grenze zu Bayern wird damit einheitlich geschützt, wie das Umweltministerium mitteilte.

Schutz vereinheitlicht

Das Gebiet mit einer Fläche von rund 760 Hektar stand demnach bisher bereits unter Naturschutz, allerdings in Form von 13 einzelnen Naturschutzgebieten, Flächennaturdenkmalen und geschützten Landschaftsbestandteilen sowie zwei weiteren Naturschutzrichtlinien. Diese Schutzverordnungen werden nun mit der neuen Ausweisung ersetzt.

Bei Nationalen Naturmonumenten handelt es sich um Gebiete, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart und Schönheit von herausragender Bedeutung sind. Die Verordnung, die das Grüne Band in Sachsen als solches ausweist, tritt laut Ministerium am Donnerstag in Kraft. Verwaltung und Management für das Schutzgebiet wird dem Vogtlandkreis übertragen, der damit für die Erhaltung und Entwicklung zuständig ist.

Lebensräume für seltene Tieren und Pflanzen

Das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze bildet mit einer Gesamtlänge von 1.393 Kilometern das größte Biotopverbundsystem Deutschlands. Es bietet mit naturnahen offenen Landflächen, Wäldern und Gewässern sowie Feuchtgebieten und Mooren zahlreichen seltenen und bedrohten Pflanzen und Tieren Lebensräume. 

"Während unüberwindliche Grenzzäune die Menschen in Ost und West voneinander trennten, entstanden auf dem ehemaligen "Todesstreifen" einzigartige Lebensräume für gefährdete Pflanzen und Tiere", sagte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) laut Mitteilung. Zudem sei das Grüne Band ein mahnendes Zeugnis deutscher Geschichte und ein lebendiges Symbol der Wiedervereinigung.

dpa

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