Die Stadt Sondershausen will ihr historisches, denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude verkaufen. Geplant seien der Verkauf des gesamten Gebäudeensembles aus Residenzbahnhof, Vorplatz und einem benachbarten Wasserturm, teilte die Stadtverwaltung mit. Gesucht werde ein Investor oder Projektentwickler für das Areal. Zuvor hatte die Thüringer Allgemeine Zeitung berichtet.
Das Hauptgebäude wurde nach Angaben der Stadt 1869 errichtet. Insgesamt habe der Gebäudekomplex im Zentrum der rund 22.000 Einwohner zählenden Stadt im Kyffhäuserkreis eine Nutzfläche von rund 1.400 Quadratmetern. Er befinde sich in einem guten Zustand und sei teils bereits denkmalgerecht saniert worden. Zuletzt ist demnach das Dach erneuert worden. Der Verkehrswert liegt laut Immobilienexposé der Stadt bei 69.000 Euro.
Ursprünglich wurde der Bahnhof demnach im Auftrag des Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen gebaut. Er verfügte unter anderem über einen eigenen Wartesaal für den Fürsten sowie einen Unterstand für den Kutschwagen. Später seien eine Poststation und eine Bahnmeisterwohnung hinzugekommen.