Die Ausgaben der Thüringen Unternehmen für Forschung und Entwicklung liegen über dem deutschen Durchschnitt. Das ergab eine Erhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Landesregierung. Der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz habe in Thüringen 3,2 Prozent betragen. Im Bundesdurchschnitt seien es nur 2,7 Prozent, teilte das Wirtschaftsministerium in Erfurt mit.
Thüringen sei ein innovativer Industriestandort mit leistungsfähigen mittelständischen Unternehmen und starken Forschungsnetzwerken, sagte Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) in Erfurt.
Pro Jahr investierten die Firmen im Freistaat nach der Erhebung etwa 2,2 Milliarden Euro in Innovationsprojekte, davon etwa 1,1 Milliarden Euro direkt in Forschung und Entwicklung. Besonders aktiv seien die Elektroindustrie sowie die Mess-, Steuer- und Sensortechnik.
Doch die Untersuchung zeigte auch Defizite: Der Umsatzanteil mit Produktneuheiten liegt in Thüringen mit 7,8 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt mit 12,2 Prozent. Das gelte vor allem für größere Unternehmen, so das Ministerium. Die Studie komme zu dem Schluss, dass Mittelständler ihre Innovationsmittel vergleichsweise effizient einsetzten und erfolgreich in marktfähige Ergebnisse umsetzten.