Pferdeherde
Thüringens Haflinger-Herde kommt unter den Hammer

Thüringen will seine Haflinger-Herde versteigern. (Symbolbild) Foto: picture alliance / ZB
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Das Land Thüringen unterhält ein kleines Pferdegestüt in Dornburg bei Jena. Dort werden ausschließlich Haflinger gehalten. Ihre Zukunft ist ungewiss - sie stehen zum Verkauf.

Thüringen löst sein einziges Gestüt in Dornburg auf und versteigert eine ganze Haflinger-Herde mit derzeit 46 Pferden. Es könnten allerdings noch mehr werden, einige der Zuchtstuten bekämen Nachwuchs, sagte ein Sprecher des zuständigen Landesamtes für Landwirtschaft und ländlichen Raum in Jena auf Anfrage. Kostengründe hätten bei der Entscheidung den Ausschlag gegeben. Über das Bieterverfahren für die Haflinger berichtete MDR Thüringen zuerst.

Es handele sich in Dornburg bei Jena um ein landeseigenes Gestüt. Zu der Herde gehören nach den Angaben 13 Zuchtstuten und vier Hengste. Die Unterlagen für Gebote sollten am Freitag veröffentlicht werden. „Wir wollen die Haflinger als Herde verkaufen. Es ist bisher nicht geplant, einzelne Tiere zu verkaufen“, sagte der Sprecher des Landesamtes. Den Zuschlag erhalte der Bieter mit dem finanziell besten Angebot, wenn er die entsprechende Befähigung für die Haltung der Pferdeherde nachweisen könne. 

Entscheidung noch von Rot-Rot-Grün 

Haflinger sind vergleichsweise kleine, robuste Pferde mit meist hellbraunem Fell und blonder Mähne. Neben der Landeseinrichtung gibt es in Thüringen auch ein großes privates Haflinger-Gestüt in Meura im Kreis Saalfeld-Rudolstadt.

Nach Angaben der Landesanstalt kostet der Unterhalt der Herde rund 370.000 Euro im Jahr. Dem stünden nur geringe Einnahmen gegenüber. Deshalb habe sich noch die rot-rot-grüne Landesregierung entschlossen, das Gestüt aufzulösen. Die Entscheidung sei von der Nachfolgerregierung, die seit 2024 im Amt ist, nicht zurückgenommen worden. Nach dem Verkauf der Herde sollen auch die Gestüts-Gebäude, vor allem Ställe und Lagerräume, verwertet werden.

dpa