Verschuldung Pro-Kopf-Schulden in Thüringer Gemeinden gestiegen

Ende 2024 betrugen die sogenannte integrierten Schulden in Thüringen 7,6 Milliarden Euro. (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/dpa
Ende 2024 betrugen die sogenannte integrierten Schulden in Thüringen 7,6 Milliarden Euro. (Symbolbild) Foto
© Oliver Berg/dpa
Mit mehreren tausend Euro ist jeder Thüringer in der Miese – zumindest rechnerisch, wenn man sich die Verschuldung der Gemeinden ansieht. Es gibt aber auch Ausreißer-Kommunen.

Die weiter gefassten Pro-Kopf-Schulden der Thüringer Gemeinden sind gestiegen. Der rechnerische Wert legte um 2,4 Prozent auf 3.594 Euro pro Kopf Ende 2024 zu. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Die integrierte Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände im Freistaat lag damit aber unter dem Bundesschnitt von 4.448 Euro pro Kopf. Insgesamt umfasste Thüringens integrierter Schuldenberg 7,6 Milliarden Euro.

Integrierte Schulden umfassen die Kernhaushalte, aus denen die Kommunen ihre laufenden Ausgaben bestreiten, aber auch die Schulden der Extrahaushalte und sonstigen öffentlichen Fonds, Einrichtungen und von kommunalen Eigenbetrieben ab.

Den Aufwuchs führen die Statistiker vor allem auf gestiegene Verschuldungen bei eben diesen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen zurück. Bei den Kernhaushalten und auch in den Extrahaushalten sei die Verschuldung dagegen zurückgegangen.

Erfurt mit höchsten absoluten Schulden

Am höchsten waren die integrierten Schulden der Modellrechnung nach in absoluten Zahlen in der Landeshauptstadt Erfurt mit 477,3 Millionen Euro. Pro-Kopf war die Verschuldung in der Gemeinde Gerstengrund (Wartburgkreis) mit 26.258 Euro pro Einwohner.

Die geringsten integrierten Schulden unter den Gemeinden wies Göpfersdorf mit 62.221 Euro auf. In Thonhausen fiel die Pro-Kopf-Verschuldungen mit 142 Euro pro Einwohner aus. Beide Gemeinden befinden sich im Altenburger Land. 

Ebenfalls im Landkreis Altenburger Land liegen die einzigen vier Thüringer Gemeinden, die Ende 2024 komplett schuldenfrei waren, nämlich Jonaswalde, Heukewalde, Löbichau und Vollmershain.

dpa

Mehr zum Thema