Ach, Mensch Warum wir den spontanen Gänsehaut-Moment so für unser Glück brauchen

Ach, Mensch: Warum wir den spontanen Gänsehaut-Moment so für unser Glück brauchen
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Das wahre Glück liegt im Unvorhergesehenen. Im Gänsehaut-Moment – der uns in Corona-Zeiten kaum noch ereilt. Über fehlende Spontaneität. Und die Hoffnung auf die nächste Umarmung.
Von Florian Gless

Mir fehlen die Menschen. Jetzt, da ich wieder vorsichtiger geworden bin und das Haus seltener verlasse. Nicht die Menschenmenge, ich brauche kein Gedränge um mich herum. Aber der intuitive Kontakt, das kurze Gespräch, das Spontane, aus dem sich manchmal etwas entwickelt, ein richtiger Austausch, ein neuer Gedanke oder gar eine interessante Begegnung. Selbst der Smalltalk an der Brottheke misslingt, weil die kleine Bemerkung, freundlich oder witzig gemeint, hängen bleibt in der Maske und all den Plexiglasscheiben. Heraus kommt irgendein Gestammel, das mit fragendem Blick und "Jaja, ist alles etwas doof gerade!" beantwortet wird. Situation gerettet, Gespräch tot.


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