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News zur Coronavirus-Pandemie Söder spricht sich für Kontaktbeschränkung bis Juli aus

Markus Söder hält die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis Juli für richtig
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis Juli für richtig
© Sven Hoppe / DPA
In Deutschland und Europa werden die Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung schrittweise gelockert, die Fallzahlen steigen nur moderat an. Dagegen droht Brasilien zum neuen Zentrum der Pandemie zu werden. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Brasilien wird mehr und mehr zu einem Schwerpunkt der Coronavirus-Pandemie. Das Land hat einen weiteren Anstieg der Infektionen mit dem Errreger Saras-CoV-2 zu verzeichnen und liegt jetzt in absoluten Zahlen nach den USA auf dem zweiten Platz weltweit. In dem südamerikanischen Land wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 363.211 Infektionen registriert. mindestens 22.666 Menschen starben nach einer Covid-19-Erkrankung (Stand: Montagmorgen).

Auch in Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Neuinfektionen weiter an, wenn auch vergleichsweise moderat. Insgesamt wurde bei 180.328 Menschen das Coronavirus nachgewiesen, 8283 starben.

Weltweit starben laut Johns-Hopkins-Universität 345.064 Menschen infolge einer Coronavirus-Infektion, bei mehr als 5,4 Millionen Infizierten.

Die wichtigste Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • Söder spricht sich für Kontaktbeschränkung bis Juli aus (20.06 Uhr)
  • WHO setzt klinische Tests mit Hydroxychloroquin wegen Sicherheitsbedenken aus (19.18 Uhr)
  • Restaurant-Gästen in Niedersachsen drohen Geldstrafen (15.38 Uhr)
  • Lockerungen der Corona-Maßnahmen: Das schlägt der Bund vor (14.24 Uhr)
  • Kanzleramt will Kontaktbeschränkungen bis 5. Juli verlängern (13.33 Uhr)

Die Coronakrise: News von Montag, 25. Mai

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat auf Twitter auf Kritik an seiner Ankündigung reagiert, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten.

  • Marc Drewello
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    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält Sommerurlaub im Ausland bei Einhaltung von Sicherheitsstandards für machbar. Er sei "optimistisch, dass wir unsere Sommerferien nicht ausschließlich im Inland verbringen können", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dazu müssten dann vor Ort in den Urlaubsorten aber "klare Hygienekonzepte und Abstandsregelungen" beachtet werden. Der Urlaub in diesem Jahr werde in jedem Fall "anders aussehen, als wir das gewohnt sind", ergänzte der Minister. "Handtuch an Handtuch am Strand oder große Feiern auf engstem Raum wird es in diesem Jahr wohl nicht geben können".

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die Coronakrise trifft die deutsche Wirtschaft mit Wucht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Morgen mitteilte. Der Einbruch zum Jahresanfang war der stärkste Rückgang im Quartalsvergleich seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste seit der deutschen Wiedervereinigung. Die privaten Konsumausgaben und der Export brachen im ersten Vierteljahr ein. Unternehmen investierten deutlich weniger in Maschinen, Geräte, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen. Gestiegene Bauinvestitionen und Konsumausgaben des Staates verhinderten den Angaben zufolge einen noch stärkeren Absturz.

    Im März hatte sich die Pandemie in Europa ausgebreitet. Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Grenzen und Geschäfte brachten das Wirtschaftsleben in großen Teilen zum Erliegen.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Griechenland hat heute seinen Tourismus weiter geöffnet: Erstmals seit mehr als zwei Monaten können alle Reisende vom Festland zu allen Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres sowohl per Fähre als auch per Flugzeug gelangen. Auf den Inseln gab es bislang wenige Corona-Infektionsfälle. Die Fähren nehmen nur höchstens 50 Prozent der bislang erlaubten Passagierzahl mit. Athen hatte seit Ende März aus Gründen des Schutzes gegen die Corona-Pandemie nur ständigen Einwohnern der Inseln erlaubt, vom Festland zu den Inseln zu fahren. Zudem wurden heute landesweit die Tavernen, Bars und Cafes wieder geöffnet, die bislang nur außer Haus verkaufen konnten, wie übereinstimmend griechische Medien berichten. In den Tavernen dürfen nur die Hälfte der vor der Epidemie erlaubten Tische genutzt werden. An einem Tisch dürfen höchstens sechs Menschen sitzen, berichtet das Staatsfernsehen.

    Athen hat bereits angekündigt auch den Tourismus aus dem Ausland neu starten zu wollen. Ende Mai werde der griechische Pandemie-Krisenstab die Liste der Länder bekanntgeben, aus denen Touristen nach Griechenland werden reisen können, ohne in eine zweiwöchige Quarantäne gehen zu müssen. Zunächst werde es am 15. Juni Flüge aus dem Ausland nur nach Athen geben. Ab dem 1. Juli sollen auch alle Regionalflughäfen für Flüge aus dem Ausland geöffnet werden.

  • Marc Drewello
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    Vier Spieler des spanischen Fußball-Erstligisten FC Sevilla haben gegen die Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen und sich dafür entschuldigt. Der frühere Gladbacher Luuk de Jong, Ever Banega, Lucas Ocampos und Franco Vazquez feierten zusammen mit zwölf weiteren Personen eine Gartenparty. In Spanien sind aktuell jedoch Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Ein Bild von der Party veröffentlichte Banegas Frau auf Instagram. "Ich möchte mich für das entschuldigen, was gestern passiert ist", erklärte Banega gestern Abend auf Instagram. Es sei ein Treffen von Teamkollegen und Familie gewesen, und man habe nicht gewusst, dass man im Unrecht sei, schrieb er. "Ich möchte mich bei unserem Verein, unseren Fans und der Gesellschaft im Allgemeinen entschuldigen. Es wird nicht wieder vorkommen."

    Die spanische Regierung hatte am Samstag der Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab dem 8. Juni zugestimmt. Die Erlaubnis gilt für die Primera División und auch für die Zweite Liga. Nach den bisherigen Plänen der höchsten Liga soll der Neustart am 12. Juni erfolgen. Einen konkreten Spielplan mit Terminen gibt es aber noch nicht.

  • Marc Drewello
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    Die Deutsche Bahn will mithilfe ihrer App in der Coronakrise vor zu vollen Zügen warnen. Der Bahn-Navigator und der Internetauftritt der Bahn seien so umprogrammiert worden, dass Nutzer Züge mit einer Auslastung von 50 Prozent und mehr angezeigt bekämen, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Konzernkreise. Sie sollten damit die Möglichkeit erhalten, auf weniger frequentierte Verbindungen zuzugreifen. Auf diese Weise solle der Passagierfluss
    besser gesteuert werden, damit in den kommenden Wochen keine gefährlich engen Situationen in den Zügen entstünden. Wenn die Reservierungen trotz dieses Warnhinweises auf einer bestimmten Verbindung weiter zunehmen sollten, verhinderten es die App und die Buchungsseite künftig, dass dieser Zug noch gebucht und reserviert werden könne. Diese Funktion soll den Angaben zufolge in den kommenden Tagen freigeschaltet werden.

    Der für den Personenverkehr verantwortliche Bahnvorstand Berthold Huber will heute um 11 Uhr erklären, wie sein Unternehmen die Kapazitäten sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr allmählich wieder hochfahren und sich dem Normalfahrplan weiter annähern will.

  • Marc Drewello
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    Der Gründer des legendären Cirque du Soleil, Guy Laliberté, will das durch die Coronakrise schwer angeschlagene Zirkusunternehmen zurückkaufen. Die Zirkustruppe habe ihm "so viel gegeben", dass er ihr nun helfen wolle, kündigte der 60-jährige Milliardär im kanadischen Radio an. Genauere Angaben zu seinen Übernahmeplänen machte der Kanadier nicht. Er sagte nur, er habe einen "guten Plan".

    Wegen des Coronavirus hat der Cirque de Soleil seine weltweit 44 Shows ausgesetzt. 4679 Mitarbeiter und damit 95 Prozent aller Angestellten wurden in den Zwangsurlaub geschickt. Der einstige Stelzenläufer Laliberté hatte die Zirkustruppe 1984 gegründet. 2015 verkaufte er dann die meisten seiner Anteile an dem Unternehmen für 1,5 Milliarden Dollar an Investoren aus den USA und China. Erst im vergangenen Februar stieß Laliberté auch noch seine restlichen Anteile am Cirque du Soleil ab.

  • Marc Drewello
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    In einem niederländischen Schlachthof in Groenlo unweit der Grenze zu Deutschland sind 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Gemeindeverwaltung Oost Gelre mit. Einem Bericht der Lokalzeitung "De Gelderlander" zufolge leben 79 der Infizierten in Deutschland, 68 in den Niederlanden. Insgesamt wurden der Gemeindeverwaltung zufolge von den 657 Beschäftigten in dem Betrieb der Schlachthof-Gruppe Vion 25 Mitarbeiter noch nicht getestet, darüber hinaus fehlten die Daten von fünf Mitarbeitern. Die deutschen Behörden seien informiert worden.

    Bereits am Freitag hatten die Behörden der Provinz Gelderland im Osten des Landes für 600 Mitarbeiter Heim-Quarantäne angeordnet und den Schlachthof geschlossen. Im Schlachthof waren bei 45 Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt worden. Zuvor waren bereits in anderen Niederlassungen der Vion-Gruppe auch in Deutschland Dutzende von Mitarbeitern infiziert worden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Schlachthöfe in Deutschland und den Niederlanden mit insgesamt 12.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 5,1 Milliarden Euro. Der Gewerkschaftsverband FNV hatte die Wohnsituation vieler Mitarbeiter für die Verbreitung des Virus verantwortlich gemacht.

  • Marc Drewello
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    Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Bundesregierung aufgefordert, ein Signal gegen die angekündigten Lockerungen der allgemeinen Corona-Auflagen in Thüringen zu setzen. Mit dieser Entscheidung drohe ein bundesweiter Wettlauf der Länder bei Lockerung der Restriktionen, "der aus medizinischer Sicht katastrophal wäre", warnte Lauterbach in der "Rheinischen Post". Das Corona-Kabinett solle heute "unbedingt ein Gegensignal setzen, um das zu verhindern". Der SPD-Politiker appellierte an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), seine Entscheidung zurücknehmen. Ramelow hinterlasse damit den Eindruck, als knicke er vor "Aluhüten" - eine abfällige Bezeichnung für Verschwörungstheoretiker - und "rechtsradikalen Schreihälsen" ein, sagte Lauterbach unter Bezug auf die Demonstrationen gegen die Corona-Restriktionen. Ramelow setze wichtige Erfolge im Kampf gegen die Pandemie, um die Deutschland international beneidet werde, "fahrlässig aufs Spiel", kritisierte der SPD-Bundestagsabgeordnete. Der Ministerpräsident hatte am Wochenende ein Ende der generellen Corona-Beschränkungen in Thüringen ab Anfang Juni in Aussicht gestellt.

  • Marc Drewello
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    Die Bundesregierung plant laut einem Zeitungsbericht weitere Hilfen für mittelständische Betriebe in der Coronakrise. Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen in den nächsten sechs Monaten Soforthilfen von monatlich bis zu 50.000 Euro erhalten, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ") unter Berufung auf ein Eckpunktepapier der Regierung berichtet. Kleinen und mittelgroßen Betrieben soll demnach für den Zeitraum Juni bis Dezember eine "weitergehende Liquiditätshilfe" gewährt werden, um ihre Existenz zu sichern. Antragsberechtigt sind der Zeitung zufolge Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler, deren Umsätze im April und Mai um durchschnittlich mindestens 60 Prozent im Vergleich mit den entsprechenden Vorjahresmonaten eingebrochen sind.

    Unternehmen, die bereits Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen, aber weitere Umsatzausfälle haben, dürften neue Anträge stellen, zitiert die "NOZ" aus dem Papier. Das Gesamtvolumen des Bundesprogramms werde bis August mit 25 Milliarden Euro beziffert. Wieviel es danach kosten werde, hänge vom Infektionsgeschehen ab.

  • Marc Drewello
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    Angesichts des Ausmaßes der Corona-Pandemie in Brasilien verbieten die USA Einreisen aus dem Land. US-Präsident Donald Trump wolle verhindern, dass Menschen nach ihrem Aufenthalt in Brasilien zum Auslöser von weiteren Infektionen in den Vereinigten Staaten würden, erklärte das Weiße Haus. Das Einreiseverbot gilt für ausländische Staatsbürger, die sich in den zwei Wochen vor ihrer geplanten Einreise in die USA in Brasilien aufgehalten haben. Der Handel ist nach Angaben des Weißen Hauses nicht von der Maßnahme betroffen.

    Die USA hatten wegen der Corona-Pandemie bereits Einreisen unter anderem aus China, der Europäischen Union und Großbritannien verboten. In den USA starben bislang mehr als 97.000 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen, so viele wie in keinem anderen Land.

DPA AFP

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