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Stiftung Warentest: Guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein

Stiftung Warentest hat 20 Sonnenschutzmittel getestet: Ob Spray, Milch oder Lotion - günstige Produkte schnitten besser ab als teure Markenware. Guten Sonnenschutz gibt es schon unter drei Euro.

Stiftung Warentest hat 20 verschiedene Sonnenmilch-Produkte getestet

Stiftung Warentest hat 20 verschiedene Sonnenmilch-Produkte getestet

Tropische Schwüle kündigen Wetterdienste für die kommenden Tage an. Immerhin regnet es nicht nur - auch die Sonne feiert am Wochenende ihr Comeback. Die Temperaturen klettern in die Höhe.

Obgleich die Freude über die Sonnenstrahlen nach dem vielerorts schlechten Wetter der vergangenen Tage groß sein dürfte: Sonnenhungrige sollten beim Aufenthalt im Freien nicht vergessen, ihre Haut ausreichend zu schützen. Dass dies nicht teuer sein muss, zeigt ein Test von Stiftung Warentest.

Die Verbraucherorganisation hat 20 Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor untersucht. Die Tester bewerteten unter anderem, ob der ausgelobte Sonnenschutz auch wirklich eingehalten wurde, wie sich das Produkt anwenden ließ und ob Keime auf eine mangelnde mikrobiologische Qualität schließen lassen.

Das Ergebnis dürfte Verbraucher erfreuen: Im Test liegen Discounter-Produkte vorn, guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein. Die sechs Testsieger kosteten zwischen 1,20 Euro und 2,50 Euro je 100 Milliliter. Besonders preiswert sind die Produkte "Cien Sonnenmilch Classic" von Lidl und "Lavozon Sonnenmilch" von Müller. Sie schlagen pro Packung mit etwa drei Euro zu Buche. Das teuerste Produkt im Test, das Sonnenöl "Sun Beauty Satin Sheen Oil Fast Tan Optimizer" von Lancaster, kostet dagegen mehr als zehnmal soviel - und erhielt gerade noch die Note "Gut".

Zwei teure Produkte sind Testverlierer

Die Spitzenplatzierungen ergaben sich in der Gesamtschau insbesondere durch gute Werte bei der Feuchtigkeitsversorgung der Haut, erklärte die Stiftung. Insgesamt hätten 14 der untersuchten 20 Produkte die Gesamtnote "Gut" erhalten.

Hinsichtlich des Sonnenschutzes überzeugten alle getesteten Produkte bis auf zwei. "A New Solar Advance Sunscreen Body Mist" von Avon und die "Sonnencreme mit Sanddorn und Olive" von Eco sind teuer. Doch UVA-Strahlen schirmten sie Warentest zufolge nicht ausreichend ab. Sie erhielten deshalb nur die Note "Mangelhaft". Bei den sogenannten UVB-Strahlen erfüllten den Angaben zufolge sämtliche Produkte die versprochene Schutzklasse. In Sachen Hautverträglichkeit überzeugten alle Sonnenschutzmittel die Prüfer.

Für die vier Mittel, die in der Gesamtbewertung nicht über ein "Ausreichend" hinauskamen, gab es Abzüge etwa wegen der schlechten Anwendbarkeit. Laut "Test" wurden sie bei hohen Temperaturen wie an einem sonnigen Strand so dünnflüssig, dass sie durch die Finger rinnen und sich dann nicht mehr gut auftragen lassen. Einige andere hatten auch Probleme beim Schutz vor Verunreinigungen, wie sie beim Gebrauch entstehen können. In ihren vermehrten sich Keime vergleichsweise stark, was auf Schwächen bei der Konservierung hinweise, schrieben die Prüfer.

Sie raten Verbrauchern auch dazu, sich von Werbeversprechen auf der Packung nicht täuschen zu lassen. So seien etwa die Slogans "Mit DNA- und Zellschutz" oder "Dermatologisch getestet" kritisch zu hinterfragen. Bei korrekter Anwendung schütze jede Sonnencreme die Zellen, schreibt Warentest. Der dermatologische Test sei mittlerweile ebenfalls eine Selbstverständlichkeit.

lea mit AFP