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News zum Coronavirus: Bericht aus Turkmenistan: Wer Coronavirus-Pandemie erwähnt, kommt ins Gefängnis

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. In Deutschland sind fast 65.000 Menschen infiziert, nicht ganz 600 gestorben. Das waren die Nachrichten zur Corona-Krise in unserem Liveblog. 

Turkmenistans Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow

Turkmenistans Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow

AFP

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weltweit weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind 803.650 Fälle offiziell registriert worden. Die Zahl der Todesfälle wird mit 39.033 beziffert (Stand: 31. März).

Die USA entwickeln sich unterdessen zum neuen Epizentrum der Pandemie. Donald Trump rechnet selbst im besten Fall mit 100.000 Toten. Inzwischen sind im ganzen Land 164.000 Menschen mit dem Virus infiziert, die Zahl der Todesfälle ist nach aktuellen Zahlen auf 3173 gestiegen. 

In Deutschland gibt es laut der Johns-Hopkins-Universität bis zum Dienstagnachmittag 67.051 bestätigte Infektionsfälle. Auch die wirtschaftlichen Folgen werden hierzulande bereits deutlich: Der massive Ansturm auf Kurzarbeit als eine der Auswirkungen der Corona-Krise wird die Vorlage der März-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) überlagern. BA-Vorstandschef Detlef Scheele wird am Dienstag gemeinsam mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Berlin vor die Presse treten. Erwartet werden dabei auch Aussagen zum Ansturm auf Kurzarbeit. Die März-Zahlen selbst sind zum Stichtag 12. März erhoben und berücksichtigen damit noch nicht die ersten Auswirkungen der Krise.

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Turkmenistan will Wort "Coronavirus" nicht mehr erwähnen (17.43 Uhr)
  • Jetzt mehr als 800.000 Infektionen weltweit (17.24 Uhr)
  • Bundesliga soll ab Mai mit Geisterspielen wieder starten (14.30 Uhr)
  • Söder und Scholz sprechen sich gegen eine Atemmasken-Pflicht aus (12.37 Uhr)
  • RKI: Die Pandemie läuft weiter (10.04 Uhr) 

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

Alle Nachrichten zum Coronavirus

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Liebe Leserinnen und Leser, wir verabschieden uns für heute und freuen uns, sie morgen wieder mit Nachrichten und Hintergründen aus Deutschland und er Welt informieren zu können.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    SPD-Chefin Saskia Esken hat sich für eine radikale Umkehr im Gesundheitssystem nach der Corona-Krise ausgesprochen. "Spätestens mit dieser Pandemie muss nun jedem klar sein, wie abwegig es ist, unser Gesundheitssystem vorrangig auf Effizienz und Rentabilität zu trimmen", sagte sie der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Zum Beispiel stellte sie die derzeitige Kostenkalkulation der Krankenhäuser in Frage: "Auch die Fallpauschalen, die alle Patienten über einen Kamm scheren, waren ein Irrweg, den wir nach der Coronakrise gründlich überdenken müssen."

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in den USA bereitet Russland einen Hilfsflug vor. Die Maschine mit medizinischer Ausrüstung und Schutzkleidung solle voraussichtlich noch am Dienstag starten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax. Angesichts der "schrecklichen epidemiologischen Situation" habe Russland diese Hilfe angeboten. Kremlchef Wladimir Putin und sein US-Kollege Donald Trump hatten zuvor miteinander telefoniert. Trump hatte von einer "sehr großen Flugzeugladung" mit medizinischer Ausrüstung aus Russland gesprochen und sich positiv über die Geste geäußert. Das Angebot kommt überraschend, weil die Beziehungen zwischen Moskau und Washington seit Jahren angespannt sind. Russland hatte bereits medizinische und personelle Hilfe in das besonders von der Pandemie betroffene Nato-Land Italien geschickt.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Der niederländische Profifußball steht bis zum 1. Juni still. Das hat Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag mitgeteilt. Die Regierung hatte die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf den 28. April verlängert. Aber genehmigungspflichtige Veranstaltungen bleiben nach Darstellung von Rutte bis zum 1. Juni verboten. Der Premier zählte dazu ausdrücklich die Spiele der beiden Profiligen im Fußball. Auch ohne Publikum werde nicht gespielt. Nun muss der niederländische Fußballverband KNVB entscheiden, was dies für die noch verbleibenden acht Spielrunden bedeutet. Eine Entscheidung wird am Mittwoch erwartet.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Das Coronavirus breitet sich weiter unter der Besatzung des US-Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" aus. Die Streitkräfte prüften eine Evakuierung des Schiffs, die Situation weise jedoch "einmalige Umstände" auf, sagte der amtierende Marineminister Thomas Modly dem Sender CNN. Ein hochgerüstetes und nuklearbetriebenes Schiff könne nicht einfach komplett evakuiert werden, sagte Modley. Zudem gebe es auf der Pazifikinsel Guam, wo der Flugzeugträger derzeit vor Anker liege, nicht genügend Kapazität, um die mehr als 4000 Besatzungsmitglieder unterzubringen. Einem Bericht des "San Francisco Chronicle" zufolge gab es an Bord des Schiffs bislang mindestens 100 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Kapitän Crozier erklärte, selbst bei einer Evakuierung müssten rund 10 Prozent der Besatzung - also gut 400 Menschen - an Bord bleiben, um die Funktionsfähigkeit aller Systeme sicherzustellen und das Schiff zu desinfizieren.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    In der Türkei sind binnen Tagesfrist weitere 46 Menschen am neuartigen Coronavirus verstorben. Das teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca über Twitter mit. Damit stieg die Gesamtzahl der offiziell erfassten Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 in der Türkei auf 214. Die offizielle Zahl der Infizierten lag am Abend bei 13.531 – 2704 mehr als noch am Vortag

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Niederlande haben die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie bis zum 28. April verlängert. "Wir wissen, dass das viel verlangt ist, aber es ist echt nötig", sagte Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag in einer Pressekonferenz.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Bundeskanzlerin Angela Merkel vermisst in ihrer häuslichen Quarantäne den persönlichen Kontakt beispielsweise zu ihrem Kabinett. Sie sei "sehr, sehr gut beschäftigt", berichtete die CDU-Politikerin, die sich am vergangenen Sonntag in häusliche Quarantäne begeben hatte, nachdem ein Arzt, der ihr vorher eine Schutzimpfung gegeben hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

    Sie verbringe viel Zeit in Videokonferenzen und Telefonschalten, sagte Merkel in einer ebenfalls telefonisch abgehaltenen Pressekonferenz. "Trotzdem fehlt mir so ein bisschen, dass ich zum Beispiel bei den Kabinettssitzungen jetzt nicht persönlich dabei sein kann, dass ich die Leute dann nicht sehe oder
    dass man eben gar keinen persönlichen Kontakt jetzt hat."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Mehr als 40.000 Menschen sind weltweit bereits an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Fast drei Viertel der Todesfälle wurden in Europa registriert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten ergab. Demnach infizierten sich rund um den Globus mehr als 800.000 Menschen mit dem Erreger, davon mehr als die Hälfte in Europa mit 440.928 Fällen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Das Verfassungsgericht des Kosovos hat die von Ministerpräsident Albin Kurti verhängte landesweite Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie für verfassungswidrig erklärt. Ein solch pauschales, nächtliches Ausgehverbot für alle Bürger sei mit dem in der Verfassung verankerten Recht auf Bewegungsfreiheit nicht vereinbar, urteilte das Gericht am Dienstag. Damit gaben die Richter einer Eingabe von Staatspräsident Hashim Thaci statt. Die Regierung muss dem Gericht zufolge nun bis 13. April die Maßnahme zurückziehen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Knapp sechs Wochen vor der Präsidentenwahl in Polen will die nationalkonservative Regierungspartei PiS das Wahlrecht ändern und wegen der Corona-Epidemie allen Stimmberechtigten eine Briefwahl ermöglichen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf brachte die PiS-Fraktion am Dienstag laut Nachrichtenagentur PAP ins Parlament ein. Anders als in Deutschland gibt es in Polen bislang keine allgemeine Option einer Briefwahl.

    Die PiS reagiert mit dem Vorstoß auf wachsende Kritik an ihrem Vorhaben, die Präsidentenwahl wie geplant am 10. Mai stattfinden zu lassen. Fast alle oppositionellen Präsidentschaftskandidaten sowie die Bürgermeister der größten polnischen Städte hatten sich für eine Verschiebung des Urnengangs ausgesprochen. Umfassende Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben das das öffentliche Leben in Polen seit dem 13. März weitgehend zum Stillstand gebracht.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die internationale Fußballprofi-Gewerkschaft FIFPro ist besorgt, dass trotz der Corona-Pandemie in Weißrussland (Belarus) weiter Fußball gespielt wird. Das sei nicht nachvollziehbar, sagte Europa-Generalsekretär Jonas Baer-Hoffmann am Dienstag. "Es gibt Spieler, die besorgt sind." Das zwischen Polen und Russland gelegene Land sei das einzige in Europa, wo die Spitzenliga nicht pausiere, sagte der Gewerkschaftler. Fans in den Stadien hätten zwar am vergangenen Wochenende Desinfektionsgel für die Hände bekommen, aber nur wenige hätten Schutzmasken getragen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Zum Schutz der Bewohner von Pflegeeinrichtungen und Patienten in Kliniken vor der Corona-Pandemie hat das schleswig-holsteinische Gesundheitsministerium Besuche mit sofortiger Wirkung verboten. Das gelte auch für Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, teilte das Ministerium am Dienstag mit. "Insbesondere Familien bitte ich dafür um Verständnis und eine konsequente Einhaltung, denn es geht um die Gesundheit ihrer Angehörigen." Die bisherige Regelung, dass Angehörige einmal täglich besucht werden durften, sei damit hinfällig.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    UN-Generalsekretär António Guterres ist unzufrieden mit der seiner Ansicht nach schleppenden globalen Antwort im Kampf gegen das Coronavirus. "Wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller sein und viel mehr tun, wenn wir das Virus besiegen wollen", sagte Guterres am Dienstag in New York. Unter anderem gebe es noch immer keine koordinierten Handlungen aller Länder unter Führung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Deren Richtlinien würden in vielen Teilen der Welt noch immer nicht beachtet. 

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden
    Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele mit.

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