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News zum Coronavirus: Polizei meldet deutschlandweit Verstöße gegen Kontaktsperre

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Weltweit haben sich mehr als 1,2 Millionen Menschen damit angesteckt. In Deutschland sind gut 96.000 Menschen infiziert, knapp 1500 gestorben. Alle Nachrichten zur Corona-Krise in unserem Liveblog.

Polizeibeamte kontrollieren auf der Karlshöhe in Stuttgart

Polizeibeamte kontrollieren auf der Karlshöhe in Stuttgart die Einhaltung der Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weltweit weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind 1.203.485 offiziell registriert worden. Die Zahl der Todesfälle wird mit 64.784 beziffert (Stand: 5. April).

Bund und Länder haben beschlossen, dass die bereits geltenden und weitgehenden Kontaktsperren im Kampf gegen das Virus auch über Ostern hinaus gelten sollen. In Deutschland gibt es laut der Johns-Hopkins-Universität bis zum Sonntagmorgen 96.092 bestätigte Infektionsfälle. 

Unterdessen sind die USA das Epizentrum der Pandemie. Inzwischen sind im ganzen Land fast 313.000 Menschen mit dem Virus infiziert, die Zahl der Todesfälle ist nach aktuellen Zahlen auf 8501 gestiegen.

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Fast 150 Neuinfektionen in nur 24 Stunden: Tokio wird zum Corona-Hotspot in Japan (14.13 Uhr)
  • Obwohl es Verdachtsfälle gab: Kreuzfahrt-Betreiber ließ Passagiere von Bord – Ermittlungen eingeleitet (11.11 Uhr)
  • Kanzleramtsminister Helge Braun: "Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns" (9.17 Uhr) 
  • Deutsche Bahn in der Corona-Krise pünktlicher (8.51 Uhr)
  • Ursula von der Leyen will Marshall-Plan für Europa (8.38 Uhr)


Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

DPA / AFP

Alle Nachrichten zum Coronavirus

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In Frankreich ist die Zahl der Infizierten auf 70.478 von 68.605 gestiegen. Das teilt das Gesundheitministerium mit. In den vergangenen 24 Stunden seien 357 Menschen am Coronavirus gestorben. Am Vortag hatten die Behörden noch 441 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich insgesamt auf 8078.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Grünen-Chef Robert Habeck hat nach der Corona-Krise ein zehnjähriges Investitionsprogramm zum Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft im Umfang von einer halben Billion Euro gefordert. "Nötig ist voraussichtlich ein zehnjähriges Investitionsprogramm in Höhe von 500 Milliarden Euro, 50 Milliarden Euro pro Jahr", sagte Habeck der "Rheinischen Post" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Es brauche eine langfristige Investitionsoffensive, "um die Wirtschaft wieder aufzubauen und krisenfest zu machen", so Habeck. Wirtschaft und Gesellschaft müssten dabei konsequent auf Klimaneutralität umgestellt werden. "Sonst landen wird ungeschützt im nächsten Desaster", sagte der Grünen-Vorsitzende. Kurzfristig forderte Habeck zusätzlich ein großes Konjunkturprogramm.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Slowakei will im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie die Bewegungsfreiheit der Bürger beschränken. Die Maßnahme solle am Mittwoch bis zum 13. April gelten, sagt Ministerpräsident Igor Matovic. Die Fahrt zur Arbeit, der Gang zum Supermarkt oder der Besuch beim Arzt seien noch erlaubt. Mit dem Schritt will die Regierung die Ausbreitung der Lungenkrankheit über Ostern verhindern. In der Slowakei sind bislang nach offiziellen Angaben 485 Personen mit dem Virus infiziert.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die US-Banken wollen einem Medienbericht zufolge trotz der Coronvirus-Pandemie ihre Dividendenzahlungen wahrscheinlich verteidigen. Bei der Einreichung ihrer Kapitalpläne für die bevorstehenden Stresstests dürften die Geldhäuser an ihren anvisierten Ausschüttungen an die Aktionäre festhalten, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Immer mehr europäische Banken streichen dagegen wegen der drohenden finanziellen Belastungen in der Corona-Krise und unter dem Druck der Aufsichtsbehörden die Dividende.

  • Carsten Heidböhmer
    • Carsten Heidböhmer

    "Solidarität in Europa ist nicht nur eine theoretische Übung", sagt die norwegische Außenministerin Ine Eriksen Soreide. Und lässt den Worten Taten folgen: Norwegen beteiligt sich an der inzwischen massiv angelaufenen Hilfewelle für das vom Coronavirus gezeichnete Italien. Gesundheitsminister Bent Hoie kündigte am Sonntag an, dass sein Land ein medizinisches Team nach Italien in Marsch setzen werde. "Wir haben die Infektion in Norwegen unter Kontrolle, während Italien auf dem Höhepunkt der Krise steht", sagte Hoie. "Dies ist der richtige Moment, einem Land zu helfen, das vor riesigen Herausforderungen steht." Das etwa 25-köpfige Team aus Ärzten und Helfern, alles Freiwillige, soll in der Lombardei zum Einsatz kommen. Einige von ihnen haben bereits Erfahrungen beim Kampf gegen Ebola in Afrika gesammelt.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Zahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei ist auf mehr als 27.000 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 3135 Menschen positiv getestet worden, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag via Twitter mit. Die Zahl der offiziell gemeldeten Fälle stieg damit auf 27.069. An einem Tag verstarben demnach 73 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 574. Zugleich stieg die Zahl der offiziell von der Lungenkrankheit Covid-19 Genesenen nach Angaben von Koca von 786 auf 1042.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Verteidigungsminister und die Justizminister der EU-Staaten wollen sich am Montag in getrennten Videokonferenzen über die Auswirkungen der Corona-Krise austauschen. Im Justizressort geht es vor allem um rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Pandemie sowie um die Lage in den Haftanstalten Europas.

    Die EU-Verteidigungsminister erörtern,was die Streitkräfte ihrer jeweiligen Länder tun können, um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zudem wollen die Minister eine Reihe von gemeinsamen Einsätzen im Ausland, wie etwa die Kontrolle des Waffenembargos gegen Libyen, besprechen.

  • Carsten Heidböhmer
    • Carsten Heidböhmer

    Gute oder schlechte Nachricht für Schüler in Nordrhein-Westfalen, je nach Leistungsstand: Schulministerin Yvonne Gebauer hat klargestellt, dass eine weitere Verschiebung des Abiturs in NRW wegen der Corona-Krise nicht möglich ist. "Der 12. Mai ist der spätestmögliche Termin für den Start der Prüfungen, damit am 27. Juni die Zeugnisse ausgegeben werden können", sagte die FDP-Politikerin dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe). Der Beginn der Sommerferien lasse eine weitere Verschiebung nach hinten nicht zu. "Sollte ein Schulstart nach den Osterferien nicht möglich sein, müssen wir neu nachdenken", erklärte Gebauer.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In Italien ist den zweiten Tag in Folge die Zahl der an der Coronavirus-Pandemie gestorbenen Personen zurückgegangen. Das Katastrophenschutzministerium meldet 525 neues Todesfälle innerhalb von 24 Stunden nach 681 am Vortag. Die Gesamtzahl der Toten in Italien erhöhte sich auf 15.887. Die Zahl der Neuinfektionen stieg auf 128.948 von 124.632. Der am Sonntag gemeldete tägliche Anstieg der Covid-19-Todesfälle war der geringste seit mehr als zwei Wochen. Außerdem ging abermals die Zahl der Patienten auf der Intensivstation zurück. Das nährte die Hoffnung, dass die Epidemie in Italien einen Höhepunkt erreicht haben könnte.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Ein weiteres billionenschweres Hilfspaket für die amerikanische Wirtschaft ist nach Ansicht eines hochrangigen US-Notenbankers wohl nicht notwendig. Das rund zwei Billionen Dollar schwere Paket, das der Kongress abgesegnet habe, sei in seinem Umfang bereits angemessen, sagt der Chef des Fed-Bezirks von St. Louis, James Bullard. Die USA hatten vor kurzem ein drittes Maßnahmenpaket in Höhe von 2,2 Billionen Dollar verabschiedet, das insbesondere die Wirtschaft stützen soll. Zuvor hatte der Kongress in zwei Paketen 8,3 Milliarden Dollar für Forschung und Tests bewilligt sowie 100 Milliarden Dollar für Arbeitslosengeld und Lebensmittelhilfen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Aus der Europäischen Kommission kommt einem Medienbericht zufolge neuer Druck für die Einführung von Coronabonds. Die beiden wirtschaftspolitischen Schwergewichte, der französische Binnenmarktkommissar Thierry Breton und der italienische Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni, haben die Mitgliedstaaten in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe) laut Vorabbericht aufgefordert, Solidarität zu zeigen und einen steuerfinanzierten Fonds aufzulegen, der langfristige Anleihen, sprich Coronabonds, ausgibt. Der Fonds solle ausschließlich für den wirtschaftlichen Aufbau nach der Krise genutzt werden. Die beiden Kommissare gingen damit auf Distanz zu Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die beim Wiederaufbau der Wirtschaft voll auf den EU-Haushalt 2021 bis 2027 setzt.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In der Diskussion um Europas Antwort auf die Viruskrise schlägt Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis einem Medienbericht zufolge vor, dass die europäischen Länder gemeinsam die Patente von Impfstoffen und Schnelltests für den Coronavirus erwerben. Damit könnten diese Produkte dann schnell und gerecht dort verteilt werden, wo sie am dringendsten gebraucht würden, sagte Mitsotakis der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Mit dem Kauf von Patenten werde der Anreiz erhalten, weiter in Forschung und Entwicklung gegen den Coronavirus zu investieren. Zugleich erzeuge man unter Europas Bürgern das Gefühl, dass Gelder der Steuerzahler sinnvoll ausgegeben würden.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Bundesweit meldeten die Polizeistellen Verstöße gegen die Pandemievorschriften und mitunter gewaltsame Gegenwehr gegen Beamte. Zugleich verstärkte die Polizei in vielen Landesteilen die Kontrollen.

    In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden hatten sich am frühen Samstagabend etwa 25 meist betrunkene Menschen auf einem öffentlichen Platz versammelt. Als die Polizei die Gruppe zerstreuen wollte, zeigte sich ein Großteil der Zusammengekommen wenig begeistert: Beamte wurden mit Zigaretten beworfen, bespuckt und bedroht. Ein 30-Jähriger schlug einen Polizisten ins Gesicht.

    In der niedersächsischen Gemeinde Fintel löste die Polizei eine kleine Party junger Leute auf. Zeugen hatten den Beamten einen Hinweis auf die verbotene Feier in einem zu einer Partyscheune umgebauten Holzschuppen gegeben. Dort trafen die Beamten auf sieben Feiernde im Alter zwischen 17 und 21 Jahren. Sie saßen bei Musik und alkoholischen Getränken in dem geheizten Schuppen zusammen und feierten.

    Im Kreis Diepholz hatte die Polizei Probleme mit vielen noch geöffneten Pkw-Waschanlagen und SB-Waschboxen. Hier musste die Polizei im Landkreis insgesamt elf Anlagen schließen. Auch mehrere Eisdielen wurden geschlossen.

    Die Oldenburger Polizei stieß bei Kontrollen unter anderem auf den Geschäftsführer eines Autohandels, der sein Geschäft geöffnet und eine Probefahrt für einen potenziellen Käufer arrangiert hatte. In Ihlow machte die Polizei einen Privatflohmarkt von Kindern dicht. Zudem stoppte sie Pflasterarbeiten auf einem Privatgrundstück in Südbrookmerland. Dort waren mehrere Menschen tätig, die nicht nicht miteinander verwandt waren.

    Auch in Baden-Württemberg ging die Polizei mehrfach gegen größere Menschenansammlungen vor. In Eberhardzell beendete die Polizei eine Zusammenkunft von insgesamt 18 Menschen in einem Haus, in dem zwei Familien aus anderen Landkreisen zu Gast waren.

    In Wäschenbeuren löste die Polizei in der Nacht zu Sonntag eine Grillparty auf einem Waldspielplatz auf. An diesem standen zwar nur zwei Verdächtige, jedoch waren deutlich mehr Getränke und Grillgut zu sehen. Bei der Suche nach weiteren Feiernden entdeckte die Polizei einen 22-Jährigen im Gebüsch.

    Im südbadischen Karsau eine Gruppe betrunkener junger Leute am Samstagabend uneinsichtig. Die Gruppe folgte zwar einem Platzverweis durch herbeigerufene Polizisten, wurde aber kurz darauf wieder gemeinsam angetroffen. Zwei betrunkene Frauen im Alter von 19 und 20 Jahren mussten deshalb die Nacht in den Zellen der Polizei verbringen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Kanadas Gesundheitsbehörden melden einen Anstieg der Todesfälle um 20 Prozent auf 258 und der festgestellten Infektionen um zwölf Prozent auf 14.426.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Im US-Bundesstaat New York ist die Zahl der Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden um 594 auf 4159 und die der bestätigten Infektionen um 8327 auf 122.000 gestiegen. Das teilt Gouverneur Andrew Cuomo mit. Als positive Nachricht wertet er, dass drei mal so viele Menschen aus den Krankenhäusern entlassen worden seien wie neu aufgenommen.

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