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Oben ohne: Tattoos für jede Phase der inneren und äußeren Genesung

Tattoos und Brustkrebs - passt das zusammen? Ja, sagt Uta Melle. Der Körperschmuck kann dazu beitragen, dass frau sich wohler in ihrer Haut fühlt.

Tattoos und Brustkrebs – geht das zusammen? Ganz einfach: Sie können dazu beitragen, dass frau sich wohler fühlt in ihrer gebeutelten Haut. Sie können den Genesungsweg verzieren oder erleichtern! Das Henna-Tattoo auf dem Kopf während der Chemo, das Brustwarzen-Tattoo nach dem Brustaufbau oder das Tattoo zur Verschönerung der Narben bis hin zur tattowierten Brustkrebs-Schleife als Zeichen des Survivors!

Das Henna-Tattoo auf der Glatze:

Während meiner Chemo habe ich keine Perücke getragen. Meine Kopfform läßt eine Glatze zu. Außerdem war Sommer. Tücher oder Hüte habe ich probiert – sie haben mich gestört. So habe ich nach anderen Möglichkeiten der Verzierung gesucht und in einem Henna-Tattoo für den Kopf gefunden:

Henna soll – nach der orientalischen Kultur - Glück bringen und schützen. Ein Henna-Tattoo hält bis zu 3 Wochen. Hierbei ist darauf zu achten, dass man Henna-Tättowierer findet, die mit wirklich reinem Henna arbeiten. Niemand will während einer Chemo noch zusätzliche Nebenwirkungen durch das Hinzumischen vom Haarfärbemittel PPD haben. Zweimal habe ich mir ein Henna-Tattoo von der wunderbaren Dr. Olga Engelhard machen lassen – ich fühlte mich sehr gut und es sah sensationell aus!

Das „Tittoo“ – die medizinische Brustwarzenpigmentierung:

Eine Brustentfernung beinhaltet meist auch die Brustwarze. Entscheidet man sich für einen Brustaufbau gibt es nach dem eigentlichen Brustnachbau die Möglichkeit Brustwarzen plastisch nachzubilden und diese durch Tattowierungen täuschend echt anzugleichen. Auch genannt: Medizinische Brustwarzenpigmentierung oder Mamillenkonstruktion. Dafür ist allerdings immer ein Profi zu suchen, den das örtliche Brustzentrum empfiehlt. In Deutschland findet man diese im Bereich der medizinischen Schönheitschirurgie, international aber auch bei in den besten Tattoostudios, z.B. Amy Black aus den USA.

Das „Tittoo“ – die Narbenverschönerung und das Statement:

Entscheidet man sich nach der Brustentfernung gegen einen Wiederaufbau bietet die Welt der Tattoos eine weitere Möglichkeit zur Verschönerung und vor allem zur Anerkennung des neuen Körpers. Gerade habe ich hierzu meine erste Sitzung gehabt: Ismena Clout hat ihnen den liebevollen Namen „Tittoo“ gegeben.: Tattoos, die die Narben verschönern, verdecken oder mit dem Bild spielen. Mein „Tittoo“ wird ein Drache. Ich muß sagen – es war eine ziemlich höllische Sitzung – aber der erste Step hat sich schon gelohnt! Ich war bei Mike Pedross von Skingraphix, Berlin:

Das Brustkrebsschleifen-Tattoo:

Seine eigene Stärke, das Überleben, kann man durch ein kleines Brustschleifentattoo an jedem beliebigen Ort ausdrücken. Eine klare Aussage, dass man seinen neuen Weg gefunden hat, wie zum Beispiel meine liebe Amazone Sammy:

Nachtrag 19.5.20015:

Aktueller Stand 19.5.2015. Aber noch nicht fertig ;-)

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