Frisch gegrilltes Fleisch riecht nach Sommer, nach Feierabend, nach Geselligkeit. Doch nicht jeder hat einen Garten, Platz für einen Kohlegrill oder Lust auf das lange Anheizen. Genau hier kommt der Elektrogrill ins Spiel. Er braucht nur eine Steckdose, ist in wenigen Minuten heiß und erzeugt normalerweise weder Funken noch offene Flammen.
Die Auswahl reicht vom kleinen Tischgrill für die Wohnung bis zum wuchtigen Standgrill mit Deckel und die Preise klaffen weit auseinander. Günstige Geräte kosten rund 30 Euro, für Markenmodelle werden über 300 Euro fällig. Doch lohnt sich der Aufpreis und wenn ja, für wen? Liefert ein Kontaktgrill wirklich saftigeres Fleisch als ein offener Rost? Und wie viel Qualm verträgt eine Küche, falls es regnet und die Party nach drinnen verlegt werden muss?
Wir wollten es genau wissen und haben fünf aktuelle Modelle gegeneinander antreten lassen, vom Preisbrecher bis zum Premiumgerät. Jeder Elektrogrill muss dieselben Aufgaben bewältigen, unter denselben Bedingungen. Wer am Ende vorn liegt, entscheidet nicht der Preis allein, sondern das Zusammenspiel aus Hitze, Geschmack und dem, was nach dem Essen übrig bleibt: der Arbeit am Spülbecken.
Elektrogrill im Test: Die ausgewählten Modelle
Andere lohnenswerte Modelle
Diese Elektrogrills haben wir nicht selbst getestet. Sie sind uns aber in der Recherche aufgefallen, daher möchten wir sie an dieser Stelle einmal vorstellen.
Testergebnis: Das ist der beste Elektrogrill im Vergleich
Fünf Grills, ein klares Ergebnis: Der Ninja Woodfire gewinnt. Er brät das beste Steak, bräunt die schnellste Wurst und meistert selbst die vegane Alternative. Der Preis ist vergleichsweise hoch, die Leistung überzeugt.
Dahinter folgen drei Kontrahenten, die sehr dicht beieinander liegen. Hier entscheidet das Einsatzgebiet. Der WMF Lono Master eignet sich für den Inneneinsatz, ist top verarbeitet, heizt sparsam und liefert ein perfektes Steak. Nur dicke Würste bringen ihn ins Straucheln. Wer selten Rostbratwurst grillt, bekommt für 130 Euro viel Grill.
Der Weber Lumin Compact begeistert dagegen Grill-Enthusiasten, die einen Elektrogrill für Garten und Balkon suchen. Sein gusseiserner Rost erzeugt ein authentisches Grillergebnis und die Ergebnisse überzeugen auf ganzer Linie. Nur Gewicht und Stromhunger kosten ein paar Punkte. Aber zum Stromhunger: Der macht sich auf keiner Rechnung wirklich bemerkbar.
Der Tefal OptiGrill nimmt Grillern dagegen jede Entscheidung ab. Er misst, rechnet und serviert ein makelloses Steak. Grillgefühl weckt er nicht, dafür spart er Zeit und Nerven. In unseren Augen ist er einen ideales Küchengadget, wenn es schnell gehen muss.
Der Severin-Grill überrascht am meisten. Für 70 (UVP) Euro grillt er die perfekte Wurst und raucht kaum. Verarbeitung und Rost verraten den Preis, das Ergebnis verrät ihn dagegen nicht.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.
Über den Tester
Für mich gibt es wenig Schöneres als im Sommer zu grillen. Nur leider fehlt im kleinen Garten oder auf dem Balkon der Platz für Kohle. Abgesehen davon, fühlen sich einige Nachbarn vom Qualm gestört. Als Alternative bleiben Gas- oder Elektrogrill. Letztere ersparen den Transport schwerer Gasflaschen, sind schnell heiß und jederzeit startklar. Ob sie geschmacklich mit dem Kohlegrill mithalten und wie viel Arbeit das Saubermachen wirklich macht, will ich für Sie herausfinden.
Vergleichstabelle Elektrogrill
| Bewertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | |||||
| Lieferumfang & Verarbeitung | Grill, Frittierkorb, herausnehmbare Smoker-Box, Fettauffangschale, Pellets in zwei Sorten, Pelletschaufel, Kurzanleitung, sehr gut (1,2) | Grill, zwei abnehmbare Grillplatten, Fettauffangschale, Wind- und Spritzschutz, Netzkabel, sehr gut (1,3) | Grill mit Deckel und Deckelthermometer, Gusseisenrost, Temperaturregler, Fettauffangschale, klappbarer Stand, sehr gut (1) | Grill mit zwei Grillplatten, Auffangschale, Rezeptbuch, gut (1,5) | Grill mit Aluguss-Grillplatte, Fettauffangschale | VerarbeitungGrill mit zwei abnehmbaren Aluminiumguss-Grillplatten, integrierte Fettauffangschale; Aluminium und Edelstahl | Grill mit vernickeltem Stahl-Grillrost, Aluminium-Hitzereflektor und herausnehmbarem Fetttauffangbehälter | Grill mit zwei abnehmbaren, spülmaschinenfesten Antihaft-Grillplatten und Fettauffangschale | Grill mit zwei antihaftbeschichteten Aluminium-Gussplatten, herausnehmbare Fettauffangschale aus Cromargan | Grill mit herausnehmbarer, spülmaschinenfester Grillplatte (titanverstärkte Antihaftbeschichtung) und spülmaschinenfester Auffangschale |
| Maße | 34 × 46 × 46 cm | 18 × 50 × 28 cm | ca. 28/57 × 58,5 × 42/46 cm (zu/offen) | 34 x 17 x 36 cm | 42 × 9 × 33 cm | 49,5 x 38,5 x 23 cm | 36,8 x 37,8 x 10,6 cm | 37,5 x 35,4 x 17,7 cm | 42 x 32 x 11,4 cm | 49,7 x 33,5 x 7,8 cm |
| Grillfläche | 28 × 38 cm | 28 × 50 cm | 43 × 28 cm | 2× 30 × 20 cm | 37 × 29 cm | 37 x 23 cm | 28,5 x 46 cm | 35 x 24,5 cm | 2x 30 x 20 cm | 49 x 33 cm |
| Steuerung | digitale Anzeige, feste Stufen | zwei Zonen, getrennt stufenlos | Deckelthermometer | zwölf Programme und Sensor, Display, App | Drehregler | zwei getrennt regelbare Thermostate für Ober- und Unterplatte, Display mit Timer und Garprogrammen, Boost-Funktion bis 250 Grad Celsius | regelbares Thermostat mit fünf Stufen per Drehregler | Temperaturregler von 60 bis 200 Grad Celsius | stufenloser Temperatur-Drehregler, kein Display, keine Automatikprogramme | stufenlos verstellbare Temperatureinstellung per Regler |
| Besonderheit | Pellet-Raucharoma, Smoker-Box, Heißluftfritteuse | zwei Grillzonen, Wind- und Spritzschutz | Räuchern, Dämpfen, Warmhalten, Stand | Sensor-Automatik, Grillboost, App | Safe-Touch-Gehäuse, rutschfeste Füße | Braun Cooking App | keine | keine | wandelbar vom Kontakt- zum Tischgrill | keine |
| Aufbau, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung | gut (2) | sehr gut (1,4) | gut (2,3) | gut (2) | befriedigend (3) | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet |
| Grillergebnis | sehr gut (1,2) | befriedigend (2,5) | gut (1,5) | gut (2,3) | gut (2,3) | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet |
| Reinigung | sehr gut (1,3) | gut (1,7) | befriedigend (2,5) | sehr gut (1,3) | befriedigend (3) | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet |
| Preis | befriedigend (2,8) | befriedigend (2,5) | ausreichend (3,5) | befriedigend (2,8) | sehr gut (1) | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet |
| Gesamtnote | gut (1,6) | 2 | 2 | gut (2,1) | befriedigend (2,5) | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet | nicht getestet |
| Erhältlich bei |
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*Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
- Marken-Mix: Wir wollten wissen, ob teure Traditionsmarken ihren Ruf auf dem Grillrost verteidigen. Deshalb treten etablierte Hersteller wie WMF, Tefal und Weber gegen den jungen Herausforderer Ninja und den günstigen Severin an.
- Bauart-Mix: Elektrogrill ist nicht gleich Elektrogrill. Vom Kontaktgrill, der von beiden Seiten heizt, über den flachen Tischgrill bis zum Standgrill mit Deckel haben wir verschiedene Konzepte gewählt, damit sich zeigt, welche Bauart zu welchem Haushalt passt.
- Beliebtheit: Ein Gerät, das niemand kauft, hilft niemandem. Wir haben deshalb Modelle gewählt, die im Onlinehandel häufig im Warenkorb landen und neben vielen Sternen auch konkretes Lob für Hitze, Geschmack und Reinigung bekommen.
- Preisklassen: Der Preis entscheidet für viele zuerst. Unser Feld reicht vom Tischgrill für rund 30 Euro bis zum Markengerät für über 400 Euro, sodass die Frage im Raum steht, ob mehr als Zehnfache an Geld auch das Zehnfache an Leistung bringt.
- Verfügbarkeit: Ein Testsieger nützt nichts, wenn er ausverkauft ist. Alle fünf Modelle sind in bekannten Onlineshops lieferbar, mit Garantie, Rückgaberecht, sodass Sie ohne Sorge zugreifen können.
So haben wir getestet
Damit kein Gerät einen Vorteil genießt, durchläuft jeder Grill exakt dasselbe Programm. Zuerst nehmen wir Lieferumfang und Verarbeitung unter die Lupe. Wir prüfen, wie wertig das Material wirkt, ob nichts wackelt und wie sicher das Gerät auf der Arbeitsplatte steht. Danach folgt der Aufbau. Hier zählt, ob sich die Teile selbsterklärend zusammensetzen lassen und wie verständlich die Bedienung ausfällt, vom einfachen Drehregler bis zum Display mit Automatikprogrammen.
Anschließend geht es um die Hitze. Wir heizen jedes Gerät auf die höchste Stufe und stoppen die Zeit, bis die Oberfläche ihre stabile Temperatur erreicht. Eine Wärmebildkamera hält fest, wie sich die Hitze über die Fläche verteilt, und deckt kalte Ecken auf. Es folgt der Kern des Tests, das Grillen. Auf jeden Rost kommt dieselbe Auswahl: ein Steak, eine Bratwurst, eine vegane Wurst und ein Stück Grillkäse.
Wir bewerten Garergebnis, Röststreifen, Geschmack und Spritzverhalten. Die Garstufe des Steaks prüfen wir mit einem sauberen Schnitt, denn ein Kerntemperaturmesser bleibt bewusst außen vor.
Die Geräte sollen zeigen, was sie ohne Hilfsmittel leisten. Weil wir in der Redaktion grillen, achten wir genau auf Rauch und Geruch. Ein Gerät, das die Küche vernebelt, verliert hier Punkte. Parallel misst ein Strommessgerät den Verbrauch, vom ersten Aufheizen bis zum letzten Stück Fleisch.
Zum Schluss reinigen wir jedes Modell von Hand. Auf die Spülmaschine verzichten wir absichtlich, denn nicht jeder besitzt eine, und nicht jedes Teil darf hinein. Wir prüfen, wie leicht sich Roste und Platten lösen und wie gut man an Fett und Ecken herankommt.
Jede Station erhält eine Schulnote. Aus diesen Noten errechnen wir die Gesamtwertung. Das Grillergebnis zählt 40 Prozent, die Hitzeleistung 20 Prozent, Reinigung und Preis je 15 Prozent, Verarbeitung und Handling zehn Prozent. Eine 1,0 bis 1,4 ergibt fünf Sterne, 1,5 bis 2,4 vier Sterne, und so weiter.
1. Der Testsieger: Ninja Woodfire
Der Ninja Woodfire gehört zu den Oberklasse-Elektrogrills im Vergleich und ist ein Hybrid aus Elektrogrill und Airfryer. Seine UVP beträgt satte 399,99 Euro, normalerweise ist er im Handel aber schon um die 260 Euro zu haben.
Lieferumfang und Verarbeitung: Vom Lieferumfang her unterscheidet sich der Ninja Woodfire deutlich von der Konkurrenz. So befinden sich gleich zwei Packungen Woodfire-Pellets im Karton. Was das ist? Nun, wie der Name schon verrät, kann der Grill Rauch simulieren. Dafür geben Sie die Woodfire-Pellets in den vorgesehenen Füllschacht. Das soll ein authentischeres Grillerlebnis erzeugen. Wichtig: Im Test haben wir die Funktion nicht berücksichtigt, weil wir das Gerät im Innenraum getestet haben.
Dazu ist im Lieferumfang ein Heißluftfritteusenkorb enthalten. Der lässt sich als Alternative zum klassischen Rost verwenden, der natürlich ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist. Dazu gesellen sich Abtropfschale, linker und rechter Griff und selbstredend der Grill. Insgesamt macht die Verarbeitung einen exzellenten Eindruck. Wir finden keine scharfen Kanten, und nichts wackelt. Das darf man für ein Gerät dieser Preisklasse aber auch erwarten.
Aufbau, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: Der Aufbau des Ninja Woodfire ist etwas umständlicher als bei der Konkurrenz. Ein Blick in die Bedienungsanleitung ist unabdingbar. Erst müssen wir die seitlichen Griffe montieren, wofür wir den Grill auf einen Tisch hieven. Wegen des Gewichts sind zwei Personen empfehlenswert. Um die Griffe zu montieren, sollte der Grill seitlich etwas über den Tisch herausragen. Das erleichtert es, die Schrauben festzudrehen. Ein entsprechender Schlüssel dafür befindet sich an einem der Griffe.
Ist die Arbeit vollbracht, geht es an die Inbetriebnahme. Dafür säubern wir wie bei jedem Grill zunächst den Rost, setzen ihn ein, ebenso wie den Fettauffangbehälter und den Einsatz für die Pellets. Bevor der Grill aber anspringt, hält er eine weitere Besonderheit parat: einen Schutzschalter. Der befindet sich am Stromstecker. Einmal mit der Steckdose verbunden, müssen wir den Schalter drücken. Er springt heraus, was bedeutet, dass die Schutzschaltung funktioniert und der Grill in Betrieb genommen werden kann.
Was die Funktionen angeht, ähnelt der Ninja Woodfire dem OptiGrill, denn er bietet neben der Grill- noch die Smoker-, Air-Fry-, Roast-, Bake-, Dehydrate- und Reheat-Funktion (zu Deutsch: Räuchern, Frittieren, Rösten, Backen, Dörren und Erhitzen). Wir nehmen natürlich die Grillfunktion und warten 5:22 Minuten, bis der Grill vollständig aufgeheizt ist. Die Wärmeverteilung ist dabei sehr gleichmäßig. Über den gesamten Testzeitraum verbrauchte der Ninja Woodfire übrigens 0,47 Kilowattstunden.
Grillergebnis und Rauchentwicklung: Das Grillergebnis überzeugt. Nach circa sechs Minuten ist das Steak medium und weist tolle Röststreifen auf. Perfektes Ergebnis. Nach acht Minuten ist der Grillkäse durch, ebenfalls mit starken Röststreifen, aber ganz leicht verbrannt. Die Bratwurst ist dagegen nach acht Minuten perfekt gebräunt. Hier gibt es nichts zu meckern, und der Ninja Woodfire ist damit der schnellste Grill im Vergleich.
Gleiches gilt für die vegane Alternative. Auch hier liefert der Woodfire das beste Ergebnis. Die Rauchentwicklung blieb dabei moderat, wenngleich der Grill wegen seiner Größe eher für den Außeneinsatz gedacht ist. Die Pellets und die Smoker-Funktion haben wir aus Gründen der Rauchentwicklung nicht getestet.
Reinigung: Die Reinigung stellt kein Problem dar. Nachdem der Grill ausgekühlt ist, nehmen wir seinen Rost heraus und spülen ihn per Hand. Fett löst sich ohne Probleme. Bei der Abtropfschale setzt Ninja wie Weber auf einen Aluminiumbehälter in der Schale, der sich – einmal voll verdreckt – einfach wechseln lässt. Einfacher geht es nicht.
➕ Vorteile:
- Bestes Grillergebnis im Vergleich, zugleich schnellster Grill
- Vielseitig durch sieben Funktionen inklusive Rauchsimulation
- Exzellente Verarbeitung
- Einfache Reinigung dank wechselbarer Alu-Schale
➖ Nachteile:
- Hoher Preis
- Aufbau umständlich, zwei Personen empfehlenswert
- Groß und schwer, eher für den Außeneinsatz
Noten
- Lieferumfang und Verarbeitung: 1,2
- Aufbau, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: 2
- Grillergebnis: 1,2
- Reinigung: 1,3
- Preis: 2,8
- Gesamtnote: 1,6
2. WMF Lono Master
Wir beginnen mit dem Lono Master von WMF. Seine UVP beträgt 129,99 Euro; damit gehört er zur gehobenen Mittelklasse des Vergleichs. Die Grillfläche misst 28 x 50 Zentimeter, die maximale Leistung 2400 Watt.
Lieferumfang und Verarbeitung, Aufbau: Der Lieferumfang umfasst den Grill, zwei Grillplatten, zwei Eckaufsätze und die Auffangschale. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, der Aufbau gelingt leicht. Dank Einrastfunktion sitzen die Grillplatten fest, nichts wackelt oder rutscht. Zwei seitliche Schalter lösen sie wieder. Die Auffangschale sitzt mittig unter dem Grill, beide Platten sind so angewinkelt, dass das Fett zur Mitte abläuft. Auch die beiden Eckteile montieren wir mühelos, weil Einkerbungen am Rost sie aufnehmen. Der Grill ist so konzipiert, dass sich der Aufbau von selbst erklärt.
Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: Über den gesamten Test verbrauchte der Lono Master laut Strommessgerät 0,53 Kilowattstunden. Nach 2:30 Minuten erreichte der Grill über 160 Grad. Rund anderthalb Minuten später wechselten die Lämpchen an den Hitzereglern von Rot auf Weiß und zeigten so die Betriebsbereitschaft an. Aufbau und Aufheizen dauern zusammen unter zehn Minuten, also flott. Die Wärmebildkamera zeigt eine ausgewogene Verteilung über die gesamte Fläche.
Grillergebnis und Rauchentwicklung: Die zwei Grillplatten stimmen uns zuversichtlich. Den linken Rost stellen wir auf die höchste Stufe fünf, um das Grillgut scharf anzubraten, die rechte Platte zum Garen auf Stufe drei. Der Plan geht auf, jedenfalls beim Steak. Der Grill bräunt das Fleisch schön an, bevor wir es auf der rechten Platte durchgaren. Anbraten und Durchziehen dauern zusammen rund zwölf Minuten. Das Steak gelingt medium rare, genau wie gewünscht.
Auch der Grillkäse gelingt gut. Auf höchster Stufe brennt er leicht an, Stufe drei passt dagegen perfekt. Das Ergebnis überzeugt. Mit der Thüringer Rostbratwurst tut sich der Lono Master dagegen schwer. Sie ist schlicht zu dick. Auf der heißen Platte brennt sie rasch an, also legen wir sie zügig auf die Garplatte und warten. Erst nach rund 30 Minuten ist sie durch.
Gleiches gilt für die vegane Bratwurst. Wann sie wirklich durch ist, erkennen wir nur schwer. Doch nach einer halben Stunde sollte jede Wurst durch sein, ob vegan oder nicht. Uns dauert das zu lang. Wer wartet auf einer Grillparty schon eine halbe Stunde auf sein Essen?
Beim Lono Master raten wir deshalb von allzu dicken Würsten ab. Außerdem raucht der Grill stärker als das Modell von Severin. Im Freien stört das kaum, in der Küche gehört er unter eine Dunstabzugshaube.
Reinigung: Die Reinigung überzeugt. Sobald der Grill abgekühlt ist, entfernen wir Grillplatten, Eckteile und Auffangbehälter. Um die Platten zu lösen, befinden sich an der Seite Knöpfe, die den Mechanismus lösen, der die Grillplatten an Ort und Stelle hält.
Die Platten reinigen sich mühelos, auch Eingebranntes löst sich leicht. Nur die sperrigen Eckteile machen etwas mehr Mühe. Der Auffangbehälter bereitet keine Probleme.
➕ Vorteile:
- Zwei getrennt regelbare Hitzeplatten
- Hochwertige Verarbeitung
- Einfacher, selbsterklärender Aufbau
- Gute Hitzeverteilung
- Sparsam (0,53 kWh)
➖ Nachteile:
- Große Probleme mit dicken Würsten (bis 30 Minuten)
- Raucht stärker als der Severin
- Eckteile beim Reinigen etwas sperrig
Noten
- Lieferumfang und Verarbeitung: 1,3
- Aufbau, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: 1,4
- Grillergebnis: 2,5
- Reinigung: 1,7
- Preis: 2,5
- Gesamtnote: 2
3. Weber Elektrogrill Lumin Compact
Kaum eine Marke trägt mehr Grill in ihrer Identität als Weber. Bekannt wurde sie vor allem für ihren Kugelgrill, inzwischen gibt es mit dem Lumin Compact aber auch einen Elektrogrill im Sortiment. Der kostet satte 299 Euro und gehört damit zur Oberklasse in diesem Test.
Lieferumfang und Verarbeitung: Was uns sofort auffällt, ist das Gewicht des Lumin Compact. Im Vergleich ist das Paket deutlich schwerer als bei der Konkurrenz, was vor allem am Grillrost liegt. Weber setzt hier auf zwei gusseiserne Roste, die sehr schwer sind. Daneben liegen im Lieferumfang der Elektromotor mit integriertem Thermometer, die Bedienungsanleitung und eine Art Reinigungsstab. Eine erste Inspektion bestätigt eine wirklich hochwertige Verarbeitung. Nichts wackelt, nichts rutscht, scharfe Kanten suchen wir vergebens, und vor allem der schwere, dicke Grillrost macht Lust auf mehr.
Aufbau, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: Der Aufbau ist wirklich einfach. Dazu verbinden wir den Stromanschluss mit Thermometer mit den Heizstäben, legen den Grillrost darüber, schieben die Abtropfschale ein und sind startklar. Über den gesamten Test hat der Lumin Compact 0,71 Kilowattstunden Strom verbraucht. Das Aufheizen dauert etwas länger als bei anderen Grills.
Bis zu einer Temperatur bei geschlossenem Deckel von 260 Grad braucht es rund elf Minuten. Im Vergleich zum Kohlegrill ist das natürlich immer noch sehr flott. Was die Hitzeverteilung angeht, gibt es nichts zu meckern. Kalte Stellen erkennt die Wärmebildkamera nicht. Der Rost ist gleichmäßig heiß.
Grillergebnis und Rauchentwicklung: Wer ein wahres Grillerlebnis sucht, wird am Lumin Compact seine Freude haben. Das liegt vor allem am Grillrost, denn der sucht in diesem Vergleich seinesgleichen. Für Steaks ist er perfekt. Scharfes Anbraten mit schönen Röststreifen gelingt ohne Probleme. Und vor allem flott. Nach circa drei Minuten pro Seite lassen wir das Steak noch kurz garen, nehmen es vom Grill und geben ihm etwas Ruhezeit. Das Ergebnis ist ein perfekt medium gebratenes Rumpsteak.
Die Bratwurst braucht rund elf Minuten, bevor sie perfekt von allen Seiten gebräunt ist. Vorteil des Weber-Grills ist hier, dass er sich schließen lässt. Dadurch wird die Bratwurst rundum mit Hitze versorgt und ist deutlich schneller durch als bei offenen Elektrogrills.
Gleiches gilt für die vegane Alternative, die ebenfalls nur elf Minuten brauchte. Beide Würste sind leicht verbrannt. Das können wir dem Grill aber nicht anlasten; es war schlicht unser eigenes Unvermögen.
Beim Grillkäse ist ebenfalls Obacht angesagt, denn er verbrennt leicht und schnell. Unserer ist so gerade auf der Kippe, aber genießbar und mit schönen Röststreifen. Insgesamt sind wir von der Power des Lumin Compact überzeugt. Bei diesem Elektrogrill kommt ein richtiges Grillgefühl auf. Die Rauchentwicklung hielt sich dabei in Grenzen.
Reinigung: Die Reinigung des Lumin Compact unterscheidet sich wesentlich von der anderer Elektrogrills im Vergleich. Anstatt den Rost zu spülen, empfiehlt Weber, ihn bei der nächsten Nutzung zu säubern – wahrscheinlich, weil sich Gusseisen und Spülmittel nicht vertragen.
Die Reinigung gelingt laut Betriebsanleitung, indem der Grill vor dem nächsten Grillabend voll erhitzt und dann mit einer Stahlbürste gereinigt wird. Durch die Hitze löst sich Eingebranntes, und sie desinfiziert den Rost. Elegant löst Weber die Reinigung der Abtropfschale, denn in ihr befindet sich eine kleinere Aluminiumschale, die sich wechseln lässt. Einzig die Reinigung des Beckens unter den Heizstäben gestaltet sich schwierig.
Denn dafür müssen zwei Schrauben gelöst werden, die die Heizstäbe an Ort und Stelle halten. Der Aufwand ist im Vergleich mit anderen Grills deshalb etwas höher.
➕ Vorteile:
- Echtes Grillgefühl
- Schwerer gusseiserner Rost
- Hohe Verarbeitungsqualität
- Exzellente Verarbeitung
- Deckel verkürzt die Garzeit der Würste
➖ Nachteile:
- Hoher Stromverbrauch (0,71 kWh)
- Längere Aufheizzeit (~11 Minuten)
- Schwer und unhandlich, eher für den Garten oder Balkon
- Reinigung unter dem Rost aufwendig (Schrauben lösen)
Noten
- Lieferumfang und Verarbeitung: 1
- Aufbau, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: 2,3
- Grillergebnis: 1,5
- Reinigung: 2,5
- Preis: 3,3
- Gesamtnote: 2
4. Tefal OptiGrill Elite GC750D
Der Tefal OptiGrill Elite GC750D ist im oberen Preissegment anzusiedeln. Seine unverbindliche Preisempfehlung beträgt satte 259,99 Euro, wobei er im Handel in der Regel rund 100 Euro günstiger zu haben ist. Er ist der einzige Kontaktgrill im Vergleich und bietet als solcher Voreinstellungen für Wurst und Steak, die das Grillen erleichtern sollen.
Lieferumfang, Verarbeitung und Aufbau: Beim Lieferumfang geht es flott: Im Karton befinden sich ein Rezeptbuch, der OptiGrill und natürlich eine Bedienungsanleitung. Die Verarbeitung des Geräts macht einen guten Eindruck. Nichts klappert, scharfe Kanten suchen wir vergebens. Einen klassischen Aufbau vermissen wir dagegen. Beziehungsweise freuen wir uns, fast nichts machen zu müssen. Der OptiGrill ist aus dem Stand einsatzbereit. Wir ziehen lediglich den Aufkleber über dem Bedienfeld ab, lösen kurz die beiden Grillroste über einen Knopf an der Seite, reinigen sie, setzen sie wieder ein, und schon kann es losgehen. Der OptiGrill steht dabei sehr sicher und rutschfest auf der Küchenzeile.
Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: Über den gesamten Testzeitraum hat der OptiGrill 0,49 Kilowattstunden Strom verbraucht. Wir wählen über das Bedienfeld den Steakmodus aus. Erstes Manko: Wurst, Steak und Grillkäse kann der OptiGrill nicht zeitgleich braten. Beim ersten Einschalten bemerken wir sofort einen etwas künstlichen Geruch, der nach Plastik anmutet. Nach rund fünf Minuten zeigt er an, dass wir das Steak auflegen dürfen.
Bevor es so weit ist, prüfen wir über die Wärmebildkamera die Hitzeverteilung. Und stellen fest, dass Ober- und Unterseite gleichmäßig heiß sind. Kalte Stellen erkennen wir nicht. Die obere Außenseite des OptiGrills erhitzt sich übrigens ebenfalls, im Test allerdings nicht so stark, dass wir uns beim Anfassen verbrannt hätten. Aber sie ist durchaus heiß, und der OptiGrill sollte nur an seinen Griffen angefasst werden.
Grillergebnis und Rauchentwicklung: Wir legen das Steak auf den Rost und schließen den Grill. Danach berechnet dieser erst einmal die Dicke des Steaks und ermittelt daran, wie lange er es braten muss. Per Mini-Display, das zugleich das Bedienfeld ist, zeigt uns der OptiGrill die Garstufe des Fleisches an. Wir warten, bis es medium ist, und öffnen den Grill. Das Ergebnis überzeugt.
Das Steak hat schöne Röststreifen und ist auf den Punkt medium. Einfacher geht es nicht. Allerdings sei gesagt, dass ein echtes Grillerlebnis nicht aufkommt. Der OptiGrill arbeitet im Vergleich einfach sehr autonom und zeigt über sein kleines Display an, wie durch das Grillgut ist.
Kompllet selbständig arbeitet er aber nicht. Weil es keine Grillkäse-Funktion gibt, nutzen wir dafür ebenfalls die Steakfunktion. Zwischendrin öffnen wir den OptiGrill immer wieder, damit der Käse nicht verbrennt. Auch hier überzeugt das Ergebnis. Schöne Röststreifen zieren den Käse, seine Konsistenz ist exzellent durchgebraten.
Bei der Thüringer Rostbratwurst hat aber auch der OptiGrill seine Probleme. Satte 18 Minuten zeigt uns der Grill als Garzeit an, bis die Wurst durch sein soll. Wir warten so lange, allerdings ist die Wurst deutlich aufgeplatzt. Essen kann man sie trotzdem, großartig verbrannt ist sie nicht. Aber auch beim OptiGrill gilt: Je dicker die Wurst, desto größer die Probleme.
Die vegane Bratwurst ist dagegen durch und okay, hat aber kaum Bräunung abbekommen. Wir halten fest: Steak und Grillkäse gelingen exzellent. Mit den Würsten hat auch der OptiGrill seine Probleme. Die Rauchentwicklung hielt sich übrigens in Grenzen, verglichen mit anderen Elektrogrills. Beim Aufheizen entwickelte sich im Test aber sichtbarer Qualm, obwohl kein Grillgut im OptiGrill lag.
Reinigung: Probleme macht die Reinigung hingegen überhaupt keine. Nachdem die beiden Roste abgekühlt sind, lassen sie sich einfach abnehmen. Eingebranntes ließ sich mit etwas Spülmittel entfernen. Der Fettauffangbehälter stellte ebenfalls kein Hindernis dar. Nicht einmal fünf Minuten mussten wir den OptiGrill säubern.
➕ Vorteile:
- Perfektes Steak per Automatik
- Voreingestellte Programme
- Sehr einfache Bedienung
- Blitzschnelle Reinigung
- Geringster Rauch neben dem Severin
➖ Nachteile:
- Kein echtes Grillerlebnis
- Wurst, Steak und Käse nicht gleichzeitig
- Wurst platzt auf, vegane Wurst kaum gebräunt
- Anfangs künstlicher Plastikgeruch
Noten
- Lieferumfang und Verarbeitung: 1,5
- Aufbau, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: 2
- Grillergebnis: 2,3
- Reinigung: 1,3
- Preis: 2,8
- Gesamtnote: 2,1
5. Der Preis-Leistungs-Tipp: Severin Elektrogrill PG 8554
Der Tischgrill von Sverin ist mit einer UVP von 69,99 Euro der günstigste Elektrogrill im Vergleich. Im Handel ergattern Sie den Grill aber schon um die 30 Euro. Er ist der wohl klassischste aller Elektrogills.
Lieferumfang und Verarbeitung: Heizstab, Grillrost, Abtropfschale und das Standgehäuse sind im Lieferumfang enthalten. Die Verarbeitung ist okay, der Rost wackelt etwas, weil er sich leider nicht per Einrastfunktion feststellen lässt. Insgesamt ist der Grill auch deutlich leichter als die anderen im Vergleich. Was uns direkt auffällt, ist die etwas unglückliche Führung des Kabels unter dem Grill entlang.
Aufbau, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: Zum Aufbau bedarf es nicht vieler Worte: Zunächst befüllen wir die Abtropfschale mit Wasser. Danach stellen wir diese in das Gehäuse, bevor die Heizstäbe darüber ihren Platz finden. Auf die Heizstäbe folgt der Grillrost. Über den kompletten Test verteilt verbrauchte der Severin Tischgrill übrigens 0,82 Kilowattstunden.
Bei Wärmeentwicklung und -verteilung ergibt sich auf der Wärmebildkamera ein etwas kurioses Bild: Die Heizstäbe und der Rost sind heiß, das darunter befindliche Wasser bleibt kühl. Bei den anderen Grills ergab sich ein deutlich ausgewogeneres Bild. Ob das wirklich besser ist, verrät der Grilltest.
Grillergebnis und Rauchentwicklung: Die Rauchentwicklung war im Test ähnlich überschaubar wie beim OptiGrill, was uns durchaus überrascht hat. Nach rund dreieinhalb Minuten Aufheizzeit haben wir mit dem Grillen begonnen. Das war vielleicht etwas zu früh für das Steak, denn wirkliche Röststreifen haben sich am Fleisch nicht entwickelt. Was dem Geschmack allerdings keinen Abbruch tat, im Gegenteil. Nach circa zwölf Minuten war das Fleisch durch und medium gebraten. Es sah zwar nicht so perfekt aus wie bei anderen Modellen, schmeckte aber genauso gut.
Mit dem Grillkäse hatte der Severin-Grill allerdings seine lieben Probleme. Der verkohlte eher, und weil wir keine Fläche für indirekte Hitze hatten, musste er etwas früher vom Rost, als uns lieb war. Die Bratwurst gelang dagegen trotz der Dicke zu unserer Überraschung perfekt.
Zwar war sie etwas länger auf dem Grill als das Steak, aber nicht so, dass es die Gartenparty gefährdet hätte. Warum gerade der Severin-Grill die perfekte Wurst kredenzt, bleibt uns ein Rätsel. Gleiches gilt für das vegane Pendant. Auch hier haben wir nichts zu mäkeln.
Reinigung: Einen Grillrost zu reinigen, macht nie Spaß. Der Rost des Severin-Tischgrills bildet hierbei keine Ausnahme. Im Vergleich zu den Platten von OptiGrill oder vom Lono Master müssen wir deutlich mehr Zeit investieren, um Verkrustungen zu lösen. Das Fett-Wasser-Gemisch in der Abtropfschale ist ebenfalls nicht besonders appetitlich, allerdings ist diese leicht zu reinigen.
Zwar dauerte die Reinigung wegen des Rosts insgesamt etwas länger als bei den anderen Grills, doch von einer allzu großen Anstrengung kann keine Rede sein.
➕ Vorteile:
- Mit Abstand günstigster Grill
- Wurst gelingt überraschend gut
- Geringe Rauchentwicklung
- Leicht und kompakt
➖ Nachteile:
- Rost etwas wackelig
- Höchster Stromverbrauch (0,82 kWh)
- Keine Fläche für geringere Hitze
- Rost mühsam zu reinigen
- Unglückliche Kabelführung
Noten
- Lieferumfang und Verarbeitung: 3,5
- Aufbau, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung: 3
- Grillergebnis: 2,3
- Reinigung: 3
- Preis: 1
- Gesamtnote: 2,5
Elektrogrill: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Welcher Elektrogrill ist Testsieger?
Testsieger ist der Ninja Woodfire mit der Gesamtnote 1,8. Er lieferte das beste und zugleich schnellste Grillergebnis und verbrauchte am wenigsten Strom. Wer sparen will, greift zum Severin Tischgrill für rund 30 Euro, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der WMF Lono Master.
Elektrogrill-Test: Was kostet ein guter Elektrogrill?
Ein guter Elektrogrill kostet zwischen rund 60 und knapp 300 Euro. Günstige Tischgrills wie der Severin gibt es im Handel schon ab etwa 30 Euro, Markengeräte von Weber oder Ninja liegen bei 260 bis 300 Euro. Der Preis entscheidet aber nicht allein über die Grillqualität.
Kontaktgrill oder offener Rost – was ist besser?
Das hängt vom Anspruch ab. Ein Kontaktgrill wie der Tefal OptiGrill brät das Steak per Automatik auf den Punkt, echtes Grillgefühl kommt aber nicht auf. Ein offener Rost, besonders der gusseiserne des Weber Lumin Compact, liefert Röststreifen und Grillaroma, verlangt dafür mehr Aufmerksamkeit.
Wie viel Strom verbraucht ein Elektrogrill?
Ein Elektrogrill verbraucht pro Grillsession zwischen 0,47 und 0,82 Kilowattstunden. Am sparsamsten war im Test der Ninja Woodfire, am durstigsten der günstige Severin Tischgrill. Der Verbrauch hängt vor allem von Aufheizzeit, Leistung und Deckel ab.
Kann man einen Elektrogrill in der Wohnung benutzen?
Ja, ein Elektrogrill lässt sich drinnen nutzen, entscheidend ist die Rauchentwicklung. Am wenigsten qualmten im Test der Severin und der Tefal OptiGrill. Grundsätzlich gilt: Gerät unter eine Dunstabzugshaube stellen und für Durchzug sorgen. Große Standgrills gehören eher nach draußen.
Wie reinigt man einen Elektrogrill?
Am einfachsten reinigt man einen Elektrogrill, indem man ihn abkühlen lässt, Platten oder Rost abnimmt und von Hand spült. Glatte Grillplatten wie beim WMF und Tefal gehen leichter sauber als offene Roste. Beim gusseisernen Weber-Rost empfiehlt der Hersteller, ihn auszubrennen und mit einer Stahlbürste zu säubern statt zu spülen.
Wie lange braucht ein Elektrogrill zum Aufheizen?
Ein Elektrogrill ist meist in dreieinhalb bis elf Minuten heiß. Am schnellsten waren im Test der Severin und der Tefal OptiGrill, am längsten brauchte der Weber Lumin Compact wegen des schweren Gussrosts und des geschlossenen Deckels. Im Vergleich zum Kohlegrill sind alle Modelle deutlich flotter.
Schmeckt Fleisch vom Elektrogrill so gut wie vom Kohlegrill?
Fleisch vom Elektrogrill schmeckt sehr gut, das typische Kohlearoma fehlt aber meist. Röststreifen und echtes Grillgefühl liefern vor allem Geräte mit gusseisernem Rost wie der Weber und der leistungsstarke Ninja Woodfire, der sich per Holzpellets sogar an Rauchgeschmack heranwagt.
Welcher Elektrogrill eignet sich für dicke Bratwürste?
Dicke Bratwürste sind für viele Elektrogrills ein Schwachpunkt. Am besten meisterten sie im Test der Ninja Woodfire und – überraschend – der günstige Severin. WMF und Tefal taten sich schwer: Dort brauchte die Thüringer Rostbratwurst deutlich länger oder platzte auf.
Sind teure Elektrogrills besser als günstige?
Nicht zwangsläufig. Zwar gewann mit dem Ninja Woodfire das teuerste Gerät, doch der günstige Severin lieferte ein überraschend gutes Grillergebnis. Wer Wert auf Verarbeitung, Vielseitigkeit und ein echtes Grillerlebnis legt, zahlt mehr; für gelegentliches Grillen reicht oft ein preiswertes Modell.
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