VG-Wort Pixel

Blick nach vorne 2020 war furchtbar – dieser Kalender macht Mut für das kommende Jahr

Das Kalenderblatt für den Monat März: Die WHO erklärt Covid-19 zur Pandemie
Das Kalenderblatt für den Monat März: Die WHO erklärt Covid-19 zur Pandemie
© Colin Hauer
Naturkatastrophen, Todesfälle – und natürlich Corona: 2020 wird als ein Albtraumjahr in die Geschichte eingehen. Colin Hauer zieht trotzdem Positives daraus, denn: 2021 kann es eigentlich nur noch bergauf gehen.

1992 prägte Queen Elizabeth II. den Begriff des Annus horribilis – für ein Jahr, in dem in ihrem Königreich scheinbar alles schiefging. Wie die Bilanz der Queen für 2020 ausfällt, ist (noch) nicht bekannt. Viel freudiger als damals kann sie aber kaum sein. Denn auch 2020 war ein Jahr, in dem ein Tiefpunkt den anderen jagte. 

Colin Hauer
Colin Hauer
© Florian Huschitt

Der Hamburger Digitalberater Colin Hauer hat in einem Kalender noch einmal all diese Ereignisse zusammengetragen, von denen viele schon fast wieder in Vergessenheit geraten sind. Zum Beispiel der Brand im Krefelder Zoo, bei dem mehrere Menschenaffen starben – damit begann 2020. Ab März überschatteten natürlich die Covid-19-Pandemie und ihre Auswirkungen alles. Eine ernüchternde Zusammenstellung, der Hauer aber auch etwas Gutes abgewinnen kann: Denn 2021 kann eigentlich nur besser werden. Zweckoptimismus nennt man das wohl.

2021 kann eigentlich nur besser werden

"2020 war wirklich für alle, die ich kenne, eine ganz besondere Prüfung. Fast jeden Tag gab es einen neuen Anlass, den Kopf gegen die Wand zu schlagen", sagt der 34-Jährige. "So kam mir der Einfall, stattdessen lieber etwas zu schaffen, was man an die Wand hängen kann." Sein Kalender soll im neuen Jahr daran erinnern, dass wir alle schon viel Schlimmeres überstanden haben. Die Idee erinnert an das Phänomen des Downward Comparison, das aus der Psychologie bekannt ist: Der Vergleich mit etwas Schlechterem sorgt dafür, dass wir die eigene Situation als nicht mehr ganz so schlimm empfinden.

Deshalb heißt der Kalender auch "2021: Things can only get better". Auf zwölf Monatsblättern zeigt er Tragödien des Jahres 2020, in englischsprachigen Anmerkungen sind die jeweiligen Ereignisse den Daten zugeordnet: Buschbrände in Australien, das Helikopter-Unglück von Kobe Bryant, viele abgesagte Großveranstaltungen, der Tod von George Floyd und anderen Opfern durch Polizeigewalt in den USA. Und natürlich Corona, Corona, Corona.

"Ein Kalender für alle, die ein besseres Jahr verdient haben"

Für Colin Hauer war auch über die Nachrichtenlage hinaus 2020 ein Jahr zum Vergessen. Die Hochzeitsparty des Deutsch-Australiers fiel aus, seine Frau hatte einen Autounfall, die Corona-Krise kostete ihn viele berufliche Aufträge. So kam ihm die Idee zu einem "Kalender für alle, die ein besseres Jahr verdient haben".

Offenbar ist Hauer nicht der Einzige, der ein wenig Optimismus für das kommende Jahr brauchen kann. Mit einer Crowdfunding-Kampagne fand er genügend Unterstützer, um rechtzeitig vor der heißen Weihnachtsgeschenke-Phase seinen Kalender in Druck geben zu können. Der Kalender kann hier bestellt werden.

epp

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker