Astrid Lindgren Pippi in Tanzschuhen


Die freche Seemannstochter Pippi Langstrumpf tanzt immer jedem auf der Nase herum. Jetzt macht sie das auch auf der Bühne. Samt Pferd "Kleiner Onkel" und Affen, Herrn Nilsson. In Stockholm hatte die Ballettversion des Kinderklassikers Weltpremiere.

Astrid Lindgrens Kinderbuch-Klassiker "Pippi Langstrumpf" gibt es seit dem Pfingstwochenende auch in einer Ballettversion. Nach der Uraufführung der zweistündigen Choreografie von Pär Isberg in der Königlichen Oper in Stockholm lobte das "Svenska Dagbladet" ein "visuell und musikalisch abwechslungsreiches Feuerwerk verschiedener Stilarten". Isberg habe mit der neu geschriebenen Musik seines schwedischen Landsmannes Steffan Nilsson und den berühmten Liedern von Georg Riedel aus der TV-Version von Pippi Langstrumpf "einige sehr pfiffige Lösungen" für die Überführung der Fantasiewelt aus dem Buche auf die Ballettbühne gefunden.

Pippi mit all der Frechheit

Einhelliges Lob in den Stockholmer Zeitungen erntete Anna Valev als Tänzerin der Titelrolle. "Valev gestaltet Pippi nicht, sie ist Pippi mit all der Frechheit, die Langstrumpf nun mal haben muss", meinte "Dagens Nyheter".

Astrid Lindgren (1907-2002) veröffentlichte Pippi Langstrumpf 1945 als zweites ihrer Kinderbücher. In der Ballettfassung spielt der erste Akt rund um Pippis "Villa Kunterbunt" und der zweite in der Südsee, wo ihr Vater Ephraim als Kapitän unterwegs ist. Während im ersten Teil die Anlehnung an das klassische Ballett überwiegt, übernahm Isberg mit seinem Co-Choreografen Karl Dyall für den zweiten Akt auch Elemente von getanztem Jazz, Hollywoodfilmen bis hin zu modernem Streetdance.

DPA DPA

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