HOME

Harry Potter: Rowling: Harry Potter ist nicht schwul!

Er will geheime homosexuelle Botschaften in den Harry Potter-Büchern entdeckt haben: US-Literatur-Wissenschaftler Michael Bronski sorgt mit seinen Äußerungen für Aufsehen. Die Autorin Joanne K. Rowling zeigt sich "erstaunt".

"Harry Potter ist eine echte Gefahr für amerikanische Kinder", das behauptete US-Kritiker Michael Bronski vor wenigen Tagen im "Boston Phoenix". Bronski, selbst Aktivist im Kampf um die Rechte Homosexueller, sieht zwischen den Zeilen der Bestseller um den Zauberlehrling eine Hommage an die Unterdrückung des Schwulseins.

"Schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, dass es hier um eine Rebellion gegen das akzeptierte, konventionelle Leben ging", erläuterte Bronski. "Viele Schwule, die ich kenne, lesen die Bücher in dieser Art, und sie spiegeln wirklich ihre eigenen Erlebnisse."

Rowling: Harry Potter ist nicht schwul

Harry Potter ist nicht schwul. Das hat seine Erfinderin Joanne K. Rowling (37) klarstellen lassen. Wie der "Daily Mirror" am Montag berichtete, reagierte sie damit auf einen neuen Interpretationsansatz zu ihrer Bestseller-Reihe über den Zauberlehrling. So hatte der US-Kritiker Michael Bronski geschrieben, dass Harrys Abenteuer die Geschichte eines homosexuellen Außenseiters seien. In den Büchern wimmele es nur so von Anspielungen auf Harrys sexuelle Orientierung. Warum sonst werde Harry im ersten Buch von seinen spießigen Verwandten weggesperrt?

Eine Sprecherin von Rowling lehnte es ab, dazu offiziell Stellung zu nehmen. Doch eine Quelle aus dem direkten Umkreis der Autorin wurde mit den Worten zitiert: "Es ist erstaunlich, was manche Leute da so reinlesen. An diesen Behauptungen ist nichts dran."

Themen in diesem Artikel