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Jussi Adler-Olsens biographische Krimis: Selbstmörder und Autopsien

Carl Mørck ist der Name des Kommissars in den Büchern von Jussi Adler-Olsen. Der Name ist ein Konstrukt aus gleich zwei Personen aus der Biographie des dänischen Bestseller-Autors. Dem stern erzählt er von seiner ungewöhnlichen Kindheit.

Kein Wunder, dass Jussi Adler-Olsen so fesselnd erzählen kann: Inspiration für seine Krimi-Geschichten schöpft er aus seiner Kindheit und dem wirklichen Leben. Stoff genug bietet sein Lebenslauf allemal: Als Sohn eines Psychiaters wuchs er im Umfeld von Nervenheilanstalten auf, in denen er Elektroschocktherapien, Autopsien und die Leichen von Selbstmördern zu sehen bekam.

Schon damals entwickelte er Interesse und Mitleid für die gestrandeten Seelen dieser Welt: "Ich fürchtete mich nie vor den Patienten, sie taten mir eher leid. Denn mein Vater hatte mir erklärt, dass die meisten von ihnen einmal so normal gewesen waren wie ich." Der 60-Jährige hat Medizin, Soziologie und anschließend Filmwissenschaften studiert; war Gitarrist, Comicverkäufer, Redakteur, Verleger und Vorstand in einer Solarzellenfabrik.

Ein sympathischer Mörder

Der skurrile Kommissar Carl Mørck aus Adler-Olsen Romanen "Erbarmen", "Schändung" und "Erlösung" vom Sonderdezernat "Q" habe zwei lebende Vorbilder: Eines davon ist der Autor selbst, der mit erstem Vornamen Carl heißt. Das andere ist der schizophrene, aber sympathische Mörder Mørck, den er als Kind in einer der Anstalten kennenlernte.

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