Kindheit im Ruhrpott Michael Brandner: "Wer am Hochofen gearbeitet hat, konnte sich was leisten, Arbeiter waren angesehen"

Michael Brandner: Mit "Hubert Ohne Staller" wurde der gebürtige Bayern zum Volksschauspieler. Vor seiner Karriere hatte er eine Ausbildung zum Schreiner und technischen Zeichner gemacht
Michael Brandner: Mit "Hubert Ohne Staller" wurde der gebürtige Bayern zum Volksschauspieler. Vor seiner Karriere hatte er eine Ausbildung zum Schreiner und technischen Zeichner gemacht
© Stefan Klüter
Michael Brandner ist eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Fernsehens, in der Serie "Hubert Ohne Staller" erreicht er ein Millionenpublikum. Nun hat er einen Roman über seine Nachkriegs-Kindheit im Ruhrpott geschrieben.

Herr Brandner, Ihr Roman "Kerl aus Koks" gibt einen unmittelbaren Einblick in die Nachkriegsjahre – aus Sicht der Kinder dieser Zeit. Wie blicken Sie auf diese Ära?
Der Krieg war wie ein Schattenspiel für uns. Es wurde eisern totgeschwiegen, was noch wenige Jahre zuvor geschehen war, aber man hörte die Geschichten, wenn die Väter zu viel getrunken hatten. Gleichzeitig war alles noch sehr präsent und nah, weil man Viele sah, die körperlich und seelisch verkrüppelt zurückgekommen waren.

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