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Trauer um Seamus Heaney: Irischer Literatur-Nobelpreisträger mit 74 gestorben

Er war Lyriker, Essayist, Übersetzer und wurde 1995 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. Seamus Heaney galt als einzigartiger Poet. Im Alter von 74 Jahren verstarb er in seiner Heimat Irland.

Der irische Literaturnobelpreisträger Seamus Heaney ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Das bestätigte das irische Kulturministerium am Freitag. Familienangehörige wollen später eine Presseerklärung herausgeben.

Heaney war 1995 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet worden. Damit wurde der Lyriker, Essayist und Übersetzer nach Angaben der Jury für seine "lyrische Schönheit und ethische Tiefgründigkeit, die alltägliche Wunder und eine lebendige Vergangenheit" verarbeite, ausgezeichnet. Er war nach William Yeats (1923) und Samuel Beckett (1969) der dritte irische Literatur-Nobelpreisträger. Zu seinen bekannteren Gedichtbänden zählt "Die Wasserwaage", eine Auseinandersetzung mit dem Nordirlandkonflikt. Heaney sei ein großartiger Botschafter für die Literatur, aber auch für Irland gewesen, sagte der irische Kulturminister Jimmy Deenihan.

Heaney war am 13. April 1939 in der Grafschaft Derry westlich der nordirischen Hauptstadt Belfast als ältestes von neun Kindern einer katholischen Familie zur Welt gekommen. Bereits als Student begann er, Gedichte zu veröffentlichen.

jat/AFP/DPA / DPA
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