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"César"-Verleihung "Von Menschen und Göttern" erhält französischen "Oscar"


"Von Menschen und Göttern" wurde in Paris mit dem César für den besten Film ausgezeichnet. Doch musste sich der Mönchsfilm den Preissegen mit Polanskis "The Ghost Writer" teilen.

Das Drama "Von Menschen und Göttern" ist als bester Film mit dem französischen Filmpreis "César" ausgezeichnet worden. Der auf einer wahren Begebenheit basierende Streifen über die Entführung und Ermordung von Mönchen in Algerien im Jahr 1996 erhielt bei der Preisverleihung am Freitagabend im Pariser Théâtre du Châtelet insgesamt drei der begehrten Trophäen. "The Social Network" wurde als bester ausländischer Film geehrt.

Für seine Rolle in "Von Menschen und Göttern" wurde der 79-jährige Schauspieler Michael Lonsdale als bester Nebendarsteller mit dem französischen Filmpreis geehrt. "Oh, du kleiner Schlawiner, du hast einige Zeit gebraucht", sagte der Schauspieler über sich selbst, als er die Trophäe überreicht bekam. Einen dritten Preis erhielt der Film von Regisseur Xavier Beauvois für die beste Kamera. Mit elf Nominierungen war der Film als Favorit ins Rennen um die französischen Filmpreise gegangen.

Ebenfalls absahnen konnte der franko-polnische Star-Regisseur Roman Polanski. Für den Polit-Thriller "Der Ghostwriter" erhielt er den "César" für die beste Regie. Weitere Auszeichnungen erhielt der Film, in dem Ewan McGregor und Pierce Brosnan die Hauptrollen spielen, als beste Filmadaption eines Romans und für die beste Filmmusik.

Als bester Hauptdarsteller wurde Eric Elmosnino für seine Rolle in "Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte" über das Leben des Chansonsängers Serge Gainsbourg ausgezeichnet. Der Film von Joann Sfar wurde auch als bestes Erstlingswerk ausgezeichnet und erhielt einen "César" für den besten Ton. Den Preis als beste Hauptdarstellerin erhielt Sara Forestier für den Film "Der Name der Leute". In dem Film spielt auch Frankreichs früherer Regierungschef Lionel Jospin mit, der bei der Preisverleihung im Publikum saß.

Als bester ausländischer Film wurde "The Social Network" ausgezeichnet, der auch für acht Oscars nominierte Streifen über die Entstehungsgeschichte des Online-Netzwerks Facebook. Einen Ehren-"César" bekam der Kult-Regisseur Quentin Tarantino. Er erhielt den Preis aus den Händen von Diane Kruger und Christoph Waltz, die in seinem Film "Inglourious Basterds" mitgespielt hatten, und bejubelte ihn mit einem auf Französisch ausgerufenen "vive le cinéma!" ("Es lebe das Kino!").

Besonders viel Beachtung fand der Auftritt der 94-jährigen US-Schauspielerin Olivia de Havilland, die unter anderem im Film-Klassiker "Vom Winde verweht" mitspielte und bereits mit dem Oscar geehrt wurde. Sie kam am Arm von Frankreichs Kulturminister Frédéric Mitterrand zu der Preisverleihung. Präsentiert wurde die Verleihung der "Césars" von der US-Schauspielerin Jodie Foster. Es war das erste Mal seit 17 Jahren, dass ein Star aus dem Ausland den "César" präsentierte - und die Oscar-Preisträgerin meisterte die Aufgabe mit akzentfreiem Französisch.

DPA/AFP DPA

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