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"Goldene Himbeere": Schlechter als 'ne Gummipuppe?

Gleich in sieben Kategorien ist der Erotik-Thriller "Basic Instinct 2" für den Spottpreis "Goldene Himbeere" nominiert worden. "Es gebe aufblasbare Spielzeuge, die lebendiger wirken", urteilte die Jury über die schauspielerische Leistung von Hauptdarstellerin Sharon Stone.

Der Erotik-Thriller "Basic Instinct 2" mit Sharon Stone als verführerischer Krimiautorin ist gleich in sieben Kategorien für den Schmähpreis "Goldene Himbeere" nominiert worden. Die Fortsetzung des Erotikthrillers "Basic Instinct" war schon an den Kinokassen durchgefallen und von Kritikern als "Lachnummer der Saison" verrissen worden.

Wie gewohnt fand die Jury deutliche Worte bei der Begründung für die Nominierung: Der Film sei "ungenießbar, unerotisch und nicht anzusehen". Zu Stones schauspielerischer Leistung bemerkten die Juroren, "es gebe aufblasbare Spielzeuge, die lebendiger wirken."

Die ungeliebten "Himbeeren" oder auch "Razzies" werden am 24. Februar, einen Tag vor den Oscars, in Los Angeles vergeben. Die Trophäe, eine golden besprühte Plastik-Himbeere auf einer Super-8-Rolle, ist nach Angaben der Organisatoren genau 4,97 Dollar wert. Nur in seltenen Fällen die zweifelhafte Ehrung von den Stars angenommen und der Preis persönlich abgeholt.

Neben Sharon Stone mussten sich die Schwestern Hilary und Haylie Duff eine Nominierung zur schlechtesten Schauspielerin für ihre Rollen in "Material Girls" gefallen lassen. Ebenso konkurrieren Lindsay Lohan ("Zum Glück geküsst"), Jessica Simpson ("Employee of the Month") und Kristanna Loken ("BloodRayne") um die "Himbeere" in dieser Kategorie.

Ebenfalls mit sieben Nominierungen bedachte "Razzie"-Gründer John Wilson die Leinwandkomödie "Little Man" der Brüder Marlon und Shawn Wayans. Wilson bezeichnete die Geschichte über einen Dieb, der sich als Kleinkind ausgibt, bei den Nominierungen am Montagabend in Los Angeles als "eine Komödie, die ebenso wenig Anlass zum Lachen gebe wie "Schindlers Liste"."

Außer "Basic Instinct 2" und "Little Man" könnten der einem Computerspiel nachempfundene Film "BloodRayne", das Psychodrama "Das Mädchen aus dem Wasser" von M. Night Shyamalan sowie der Thriller "The Wicker Man" von und mit Nicolas Cage im Februar zum schlimmsten Film des Jahres ernannt werden.

Den Brüdern Wayans ("Little Man"), Nicolas Cage ("The Wicker Man"), Rob Schneider ("Die Bankdrücker") und Dan Whitney ("Larry the Cable Guy: Health Inspector") sowie Tim Allen droht der Schmähpreis für die schlechteste männliche Darstellung. Allen muss sogar drei Mal herhalten: für seine Filme "The Santa Clause 3: Eine frostige Bescherung", "The Shaggy Dog - Hör mal, wer da bellt" und "Zoom".

dpa/be / DPA