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"Jack und Jill": Flache Witze mit doppeltem Adam Sandler

Adam Sandler ist wieder im Kino, diesmal doppelt als die Zwillinge Jack und Jill. Diese mögen sich zwar nicht besonders leiden, sind sich aber überaus ähnlich.

Die Story ist relativ schnell erzählt: Jacks Zwillingsschwester Jill ist der nervenaufreibende Tollpatsch der Familie. Kein Wunder, dass der Bruder ihre Besuche fürchtet. Denn Jill stellt hohe Ansprüche an die Freizeitgestaltung in Los Angeles und stiftet dabei viel Chaos. Als Jack es ihr etwa ermöglicht, bei einer Fernsehshow mitzuspielen, endet ihr Auftritt mit einem peinlichen Desaster. Jack erträgt ihre Marotten immer schlechter. Doch dann wirft Al Pacino höchstpersönlich ein Auge auf Jill, und Jack entdeckt die Zuneigung zu seiner ungleichen Schwester neu. Allerdings mit eiskalter Berechnung. Denn er will Pacino zum Dreh eines Werbe-Spots überreden, der seine Firma aus einer Auftragskrise retten soll.

"Jack und Jill" ist Adam Sandlers Versuch eine Komödie für die ganze Familie auf die Leinwand zu bringen. Dabei benutzt er eine uralte Idee - Mann spielt Frau - und lässt die gute alte Verwechslungskomik, in der schon Shakespeare ein Meister war, einfach außen vor. Stattdessen bietet der Film einen unverwüstlichen Scherzkeks - Sandler - in einer Doppelrolle, in der er schon auf dem Kinoplakat unglaubwürdig erscheint. Dennoch hat der Film auch ein paar Dinge zu bieten: Unterhaltung für die ganze Familie, einen selbstironischen und gut aufgelegten Al Pacino sowie jede Menge Witze die auf Schlagkraft beruhen.

ono/DPA / DPA
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