"Kings of Rock - Tenacious D" Auf der Suche nach dem Plektron des Teufels


Dass Schauspieler Jack Black auch mit seiner Band Tenacious D erfolgreich ist, dürfte sich herumgesprochen haben. Nun bringt Black mit einem irrwitzigen Film über die Bandgründung beide Talente unter einen Hut.

Tenacious D ist die zweite Leidenschaft von Multitalent Jack Black ("High Fidelity", "School Of Rock"), der er sich neben der Schauspielerei ausschweifend widmet. Zusammen mit seinem Partner Kyle Gass macht er mit dieser Band seit fast zehn Jahren die Konzertbühnen unsicher und strapaziert mit der Mischung aus klassischem und akustischem Rock sowie mit komödiantischen Texten ("Fuck Her Gently") die Lachmuskeln seiner Fans. Nach einer TV-Serie und einem Album kommen Tenacious D nun mit der fiktiven Geschichte ihrer Bandgründung auf die Leinwand.

Humorvoll und etwas überzogen bedienen sich Jack Black und Kyle Gass hemmungslos aus dem Fundus der Rockstar-Klischees. Dazu holten sie sich nicht nur Liam Lynch, mit dem sie schon das Musikvideo zu "Tribute" gedreht haben, als Regisseur ins Boot, sondern lassen auch jede Menge Freunde in skurrilen Rollen auftreten. Meat Loaf verbreitet als religiöser Fanatiker Angst und Schrecken, Metal-Urgestein Ronnie James Dio spielt sich selbst, Foo-Fighters-Sänger Dave Grohl steht als Gitarren-Teufel mächtig unter Strom. Dazu gesellen sich Ben Stiller als zotteliger Musikfreak, Amy Poehler gibt eine genervte Kellnerin und Tim Robbins stolpert mit Holzbein durch diese durchgeknallte Geschichte.

Odyssee durch amerikanische Käffer

JB (Jack Black) stammt aus einem streng religiösen Elternhaus, doch er hat ganz andere Pläne für sein Leben: Er will Rockstar werden. Sein Vater (Meat Loaf) ist davon gar nicht begeistert und so beginnt für JB eine Odyssee nach Hollywood. Nachdem er sämtliche amerikanische Käffer abgeklappert hat, landet er Jahre später in Venice Beach. Dort trifft er am Strand auf den Straßenmusiker KG (Kyle Gass), von dessen Gitarrenkünsten er sofort begeistert ist.

Ein Duo infernale hat sich gefunden: Im "Rock-Unterricht" muss JB auf Knien vor dem Fernseher herumrutschen ("Power Slide") oder sich von einer Schar bemalter Pappteller ausbuhen lassen. Als KGs Mutter schließlich den Geldhahn zudreht, müssen die beiden Chaoten einen anderen Weg finden, um ihr Leben zu finanzieren. Die Metal-Monster gründen eine Band - der Name Tenacious D ist mit Hilfe von Muttermalen auf den Pobacken der beiden schnell gefunden. Um Erfolg zu haben, fehlt ihnen nur eines: das Plektron des Teufels. Eine wahnwitzige Reise beginnt.

Rock-Musical-Komödie für Fans

Eigens für diese Rock-Musical-Komödie sind 15 Songs entstanden, die einmal mehr den Einfallsreichtum und Witz von Tenacious D untermauern. Lustige, manchmal auch klamaukige Texte paaren sich mit Akustik-Rock. Der Film mag insgesamt vielleicht etwas harmlos wirken, hat aber durchaus seine großen Momente. Fans der Comedy-Musiker Jack Black und Kyle Gass werden jedenfalls nicht enttäuscht sein.

Maren Beneke/DPA DPA

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