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"This is it"-Filmpremiere: Die wahrste Wahrheit über Michael Jackson

Nun ist er raus, der Film über die letzten Tage des King of Pop. "This is it" ist ein surrealer Zusammenschnitt der Proben zur geplatzten Comeback-Konzertreihe von Michael Jackson. Der im Juni gestorbene Popstar erscheint als Monster und Genie zugleich.

Von Sophie Albers

Wenn Michael Jackson nach 112 Minuten zum zweiten Mal stirbt - der Tod käme logischerweise nach dem Abspann und ist ja der Grund für diese erste Konzertprobendokumentation, an deren Ende kein Konzert steht - ist man seltsam erschöpft. Der Film ist lang, keine Frage. Aber das ist es nicht. Auch an die Dauerbeschallung mit Michael-Jackson-Songs, die nicht abreißen will, seit der Popstar im Juni an einer Überdosis Medikamente starb, hat man sich mittlerweile gewöhnt. Und die kaputtoperierte Nase schockt sowieso niemanden mehr. Nein, das geht tiefer. Aus irgendeinem seltsamen Grund fasziniert und berührt der Film. Auch wenn Glitzerhandschuh-klar ist, dass er einzig dazu dient, das Geld für die geplatzte Konzertreihe wieder reinzukriegen.

Vergessen Sie die ganzen PR-Ankündigungen über das "Vermächtnis an die Fans" und "Michael hätte das so gewollt". Sie gucken einem abgehalfterten Vollprofi bei der Arbeit zu. Mehr nicht. Um es mit den Worten eines Geschäftsmannes zu sagen, der die Mitternachts-Premiere von "This is it" in Berlin besuchte und nicht beim Namen genannt werden möchte: "Michael Jackson würde kotzen, wenn er wüsste, dass seine Fans das zu sehen kriegen".

Zum Glück hat Michael Jackson seinen Moonwalk

Nach zwölf Jahren Pause, dem Missbrauchsprozess-Wahnsinn und mit existentiellen Geldsorgen am Hals, läuft Michael Jackson abgemagert und mit anfangs erschreckend matschiger Stimme zwischen seinen Mitkünstlern herum. Meist auf der riesigen Bühne, auf der in Los Angeles geprobt wurde, bevor im Juli in London die Konzertreihe mit 50 Auftritten starten sollte. Mal gibt Jackson Anweisungen, mal hetzt er durch Songs, mal streitet er mit dem musikalischen Leiter, weil der das Tempo nicht Jackson-mäßig hält. Bei allem, was er tut, wirkt der Popstar wie ein Außerirdischer und weit entfernt vom extremen Perfektionismus, der ihm einst nachgesagt wurde.

Doch er wird langsam warm, und dann kommt auch noch der Moonwalk. Das ist der Augenblick, in dem die berüchtigte Magie einsetzt. Die war sogar im Kino am Potsdamer Platz in Berlin zu spüren und brachte eine kleine Offenbarung mit sich: Jackson scheint Synästhetiker gewesen zu sein, ein Mensch, bei dem sich die Sinnesebenen vermischen. Wenn Jackson Musik hört, bewegt er sich. Er fühlt Musik im wahrsten Sinne des Wortes. Töne sind für den Mann, der nur 50 Jahre alt wurde, besetzt mit Bewegungsabläufen, und nur wenn beides im Einklang ist, bricht aus dem schüchtern lächelnden, hinter Sonnenbrillengläsern versteckten Gesicht ein Lachen. Das war für manche Menschen im Publikum geradezu ein Schock: Wir müssen uns Michael Jackson als glücklichen Menschen vorstellen - solange er auf der Bühne stehen durfte.

Auch verblüffend ist die unbedingte Präsenz des Sängers. Höhepunkt ist gegen Filmende ein Probedurchlauf von "Billie Jean", bei dem sich allerdings die Frage stellt, ob da nicht an der Tonspur des Films geschraubt wurde. Der Song hört sich nämlich so gar nicht nach Probe an. Der Vorwurf von Michael Jacksons Vater übrigens, dass im Film Doubles eingesetzt worden seien, sei hiermit zurückgewiesen. Falls es doch der Fall gewesen sein sollte, dann waren sie so gut, dass man es nicht bemerkt.

Zwischen Zombie und Disneyfigur

Trotzdem bietet "This is it" tatsächlich eine ganze Riege verschiedener Michael Jacksons: Mal wirkt er wie ein klappriger Untoter - und das nicht bei "Thriller" -, mal wie eine durchgedrehte Mangafigur, dann plötzlich wie ein possierlicher Disney-Charakter. Vor allem aber ist er immer wieder die 80er-Jahre-Ikone, die Töne und Bewegungen in die Welt gesetzt hat, die für gleich mehrere Generationen unvergesslich sind.

Auch bei der Berliner Premiere war fast jede Altersgruppe vertreten. Für die 13-jährige Lisa ist es eigentlich egal, dass Michael Jackson gestorben ist. "Ich kenne den eh nur aus'm Fernsehen. Und da lebt er ja immer weiter". Möglicherweise ist "This is it" auch noch gar nicht das Ende, sondern erst der Anfang einer ganzen Reihe von Filmen, bei denen Michael Jackson gekotzt hätte, wenn er wüsste, dass seine Fans sie sehen. In einem Nebensatz verrät nämlich Jacksons musikalischer Leiter, Michael Bearden, dass sein Boss "alles, was er machte, dokumentiert hat". Das war's also möglicherweise noch lange nicht.

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?