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Britischer Filmpreis: Helen Mirren auf Oscar-Kurs

Schauspielerin Helen Mirren ist auf Oscar-Kurs. Für ihre Rolle in "The Queen" wurde sie bei der Vergabe der Preise der britischen Filmakademie (Bafta) als beste Schauspielerin des Jahres gekürt. Enttäuschen fiel die Preisgala für viele Favoriten aus.

Auf dem Weg zu den Oscars hat die britische Schauspielerin Helen Mirren in London bei der Vergabe der Preise der britischen Filmakademie (Bafta) einen weiteren Triumph gefeiert. Sie wurde für die Rolle der Königin Elizabeth II. als beste Schauspielerin des Jahres gekürt. "Die Queen" von Regisseur Stephen Frears gewann zugleich den Bafta-Award für den besten Film.

Damit rückte für Mirren, die ein prächtiges Perlencollier zu einem tief ausgeschnittenen weißen Kleid trug, der Siegerplatz bei der Vergabe der Oscars in Hollywood in greifbare Nähe. Sie hatte zuvor bereits für ihre Queen-Darstellung nahezu alle wichtigen Filmpreise gewonnen. In jedem Fall sei ihr eine Audienz zum Tee bei der echten Königin nunmehr sicher, schrieb die Zeitung "Daily Telegraph".

Mirren scherzte, sie habe die Königin-Rolle eigentlich ablehnen wollen, nachdem sie die Garderobe für den Film sah. "Aber dann habe ich mich in die Rolle verliebt." Judi Dench die ebenfalls nominiert war, gönnte ihrer Kollegin den Triumph: "Ich bin eine Wetterin, und natürlich habe ich Geld auf Helen gesetzt."

Enttäuschend ging die Preisgala im Royal Opera House für den neuen James Bond aus. Der Engländer Daniel Craig musste sich dem amerikanischen Schauspieler Forest Whitaker geschlagen geben. Er wurde für seine herausragende Darstellung des ugandischen Diktators Idi Amin in dem Film "Der letzte König von Schottland" als bester Schauspieler ausgezeichnet. Das von Kritikern hoch gelobte Werk, das auch den Bafta für den besten britischen Film sowie für das beste adaptierte Drehbuch gewann, läuft in Deutschland am 15. März an.

Für Craig ist es immerhin ein Trost, dass er mit "Casino Royale" der erste Schauspieler überhaupt ist, der als Bond-Darsteller von der britischen Filmakademie für einen Preis nominiert wurde. Der neue 007-Streifen schnitt allerdings insgesamt enttäuschend ab. Bei neun Nominierungen - nur eine weniger als "Die Queen" - gewann er am Ende nur den Preis für den besten Sound.

"Oh là là, das ist eine echte Ehre"

Aber es gab mit "Casino Royale" noch einen Trostpreis: Bond-Girl Eva Green, 26, bekam die von einer Mobilfunkfirma gestiftete Trophäe für den Aufsteiger-Star des Jahres. "Oh là là, das ist eine echte Ehre", sagte die schöne Green. "Schließlich bin ich Französin und dies ist ein englischer Preis."

Den Bafta für die beste Regie bekam der Brite Paul Greengrass für "Flug 93", das vielfach gelobte Filmdrama über den Kampf von Flugpassagieren gegen Terroristen am 11. September 2001. Als bester Nebendarsteller wurde der US-Schauspieler Alan Arkin für seine Darstellung eines urigen Opas in "Little Miss Sunshine" geehrt. Bei den Damen siegte in dieser Kategorie die 25-jährige Amerikanerin Jennifer Hudson mit ihrer Rolle in "Dreamgirls".

DPA / DPA